Verbandsliga

Gudensberg lässt Favorit Fulda wanken, doch der fällt nicht

Nach dem Wechsel kaum noch zu bremsen: Tom Siebert (FSG), hier im Zweikampf mit Fuldas David Peli.
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Nach dem Wechsel kaum noch zu bremsen: Tom Siebert (FSG), hier im Zweikampf mit Fuldas David Peli.

Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Und Verbandsliga-Aufsteiger Gudensberg musste beim 0:1 (0:1) gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Gudensberg -Wenn eine Mannschaft fast alles richtig macht. Einem Favoriten Paroli bietet und bis zum Schlusspfiff leidenschaftlich kämpft. Und dann auch noch ein Lob vom gegnerischen Trainer einheimst. Ja dann ist es besonders ärgerlich, wenn sie dafür nicht belohnt wird. Andre Fröhlich wusste seinen Frust zu kaschieren. Attestierte seiner Mannschaft die „beste Saisonleistung“, auch wenn damit die erste Saisonniederlage des Aufsteigers in die Fußball-Verbandsliga, das 0:1 (0:1) der Gudensberger gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz II, nicht zu verhindern war.

Der FSG-Coach selbst hatte ebenso wenig falsch gemacht. Ließ mit einer Dreierkette gegen die spielstarken Gäste verteidigen, die bei Bedarf zu einem Fünferriegel wurde. Der Bedarf war in der Anfangsphase da, als Torwart Stieghorst in der 13. Minute zweimal (gegen Maurice Weitzel und Hamed Noori) eingreifen musste, um einen Rückstand zu verhindern. Ansonsten verfingen sich die Fuldaer Offensivbemühungen trotz Übergewicht im Mittelfeld im Gudensberger Abwehrgeflecht.

Es folgten erste Nadelstiche der FSG. Nach Dörings Schuss von der Strafraumgrenze, den Schlussmann Wiegand glänzend parierte (24., befreiten sich die Gastgeber vollends vom SG-Druck und spielten herzerfrischend mit. Da passte das 0:1 durch Ronaldo Zenuni gar nicht ins Bild (37.). Mitten hinein in die Gudensberger Konsolidierung schaltete Yunus-Emre Kocak bei einem Freistoß am schnellsten, bediente Fuldas Mann für die Außenbahn, der erstmals freie Bahn hatte, nach innen zog und sich diese Chance mit einem platzierten Schuss ins lange Eck nicht entgehen ließ.

Der Außenseiter reagierte prompt, doch Andrej Lang fand in Lars Wiegand seinen Meister (39.) genauso wie zwei Minuten später Tom Siebert. „Einmal nicht aufgepasst und schon war‘s passiert“, haderte ein Gudensberger Fan zur Pause mit dem vermeidbaren Gegentor.

Vermeidbares Gegentor

Dass es sich dabei um die spielentscheidende Szene handelte, konnte er natürlich nicht wissen. Und danach sah es auch in der zweiten Hälfte keineswegs aus. Schon gar nicht, als Mittelfeldspieler Lang (54.) und Can Rommel (69.) nur knapp verzogen.

Der FSG-Coach hatte mit seinen Einwechslungen sukzessive das Risiko, aber auch den Druck seiner Mannschaft erhöht. Zwar verhinderte Tom Stieghorst bei Fuldaer Kontern gegen Hüseyin Cakmak (61., 77.) und Arnis Mulaj (80.) die Entscheidung, doch das war‘s auch schon mit Konterherrlichkeit des Favoriten, der in der Schlussphase wankte, aber nicht fiel. Weil auch die eingewechselten Daniel Rein (81.) und Philipp Göttig (89.) nicht genau genug zielten. „Gudensberg hat uns das Siegen sehr schwer gemacht“, atmete SG-Trainer Florian Roth auf. Auch dafür konnte sich der tapfere Neuling nichts kaufen.

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