Verbandsliga

Gudensberg muss sich im Kellerduell mit 1:1 zufrieden geben

Laufduell: Gudensbergs Can Rommel (r.) drängt in dieser Szene Kassels Sturmspitze Atakan Özdemir ab.
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Laufduell: Gudensbergs Can Rommel (r.) drängt in dieser Szene Kassels Sturmspitze Atakan Özdemir ab.

Gar nicht zufrieden war Gudensbergs Trainer Andre Fröhlich mit dem 1:1 seiner Mannschaft im Kellerduell der Verbandsliga.

Gudensberg - Es war der Höhepunkt des Spiels und änderte doch nichts am Spielausgang des Verbandsliga-Kellerduells. Als sich Kassels Memduh Erylmaz in der 74. Minute offensichtlich verletzt nach einem Zweikampf am Boden liegen blieb, schossen die Gudensberger den Ball ins Aus, um eine Behandlung des Türkgücü-Angreifers zu ermöglichen. Nach dem fälligen Einwurf wollte Dennis Kniebor den Ball pflichtschuldigst in die Reihen der Gastgeber zurück spielen, traf jedoch aus Versehen ins Tor.

0:1 und keiner konnte es fassen. Am schnellsten Defensivmann Kevin Janek, der postwendend und mutwillig ein Eigentor produzierte. Und damit, wie Platzsprecher Dirk Dittmar treffend zusammen fasste, „eine kuriose Situation sportlich löste“. Auch Gäste-Torwart Perzel leistete beim Ausgleich für die FSG keinen Widerstand. Und hatte damit die Chance vertan, erstmals in dieser Saison zu Null zu spielen. Einen „regulären“ Treffer kassierte er nicht, so dass die niveauarme Partie statt 0:0 nun 1:1 ausging.

Was besonders Gudensbergs Trainer auf die Palme brachte. Der sprach von „zwei im Abstiegskampf verloren Punkten“, vom „schlechtesten Saisonspiel“ seiner Mannen und von „Schwächen in allen Mannschaftsteilen“. Ihm habe mindestens „fünf Prozent Galligkeit und Passschärfe“ gefehlt.

Wissemann hat zwei Mal FSG-Führung auf dem Fuß

Das hatte eine chancenarme erste Hälfte zur Folge: Gegen den Ball waren die ersatzgeschwächten Gastgeber zufriedenstellend, mit dem Ball zu uninspiriert, Spielverlagerungen ebenso wie ein geordnetes Aufbauspiel von hinten raus Mangelware. Wie‘s gehen konnte, deuteten Tim Prüfer und Tom Siebert im Zusammenspiel in der 37. Minute an, als Gudensbergs Torjäger schließlich mit seinem 14m-Schuss an Lukas Perzel scheiterte.

Ansonsten ließen die kompakten Gäste nichts zu, kamen sogar mit größerer Entschlossenheit aus der Kabine- „Mehr Mut“ hatte Trainer Rößler von seinen Schützlingen gefordert, die jedoch nach Eredzes Kopfball (51., knapp drüber) schnell wieder zurück steckten.

Und beinahe durch Philipp Wissemann dafür bestraft wurden. Denn Gudensbergs wuseliger Stürmer hatte zweimal die (wohl spielentscheidende) Führung auf dem Fuß: in der 60. Minute, als er sich im Türkgücü-Strafraum durchsetzte, seinen Schlenzer aber der Gäste-Schlussmann um den Pfosten lenkte. Und kurz darauf nach schöner Vorarbeit von Tom Siebert und Can Rommel, als die Fußspitze seines Gegenspielers den Ball am Einschlag hinderte (64.). „Eine Chance musste ich machen“, ärgerte sich der 22-Jährige.

Machte er aber nicht. Und weil auch eine Schlussoffensive ausblieb, wartet sein Team weiter auf den ersten Saisonsieg. Glücklich über den Punkt war dagegen Ralf-Jürgen Rößler: „Für uns ganz klar ein Punktgewinn, denn meine Jungs laufen aufgrund unserer Ausfälle auf der letzten Felge.“ Dass das die FSG nicht nutzen konnte, wurmte seinen höchst unzufriedenen Kollegen ebenfalls.

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