Schwalm-Eder-Kreispokal

5:1 - Gudensberger Konter sitzen

Kein Durchkommen: Gudensbergs Robin Colella (l.) gibt Carlos Michel (MFV) das Nachsehen. Das FSG-Eigengewächs feierte einen starken Einstand in der Viererkette des Verbandsligisten.
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Kein Durchkommen: Gudensbergs Robin Colella (l.) gibt Carlos Michel (MFV) das Nachsehen. Das FSG-Eigengewächs feierte einen starken Einstand in der Viererkette des Verbandsligisten.

Am Ende schlug das magische Dreieck der Gäste doch noch mal filigran zu. Ein Konter wie aus dem Fußball-Lehrbuch über Can Rommel und Nico Döring (87.), den Tom Siebert zum 5:1 (2:1) der FSG Gudensberg veredelte. Kein Treffer, der die Pokalpartie beim Melsunger FV der zweiten Runde entschied, sondern einer fürs Selbstvertrauen des heimischen Verbandsligisten, für den es laut Trainer André Fröhlich am kommenden Wochenende beim Saisonstart gegen den CSC Kassel „so richtig los geht.“

Melsungen - Dessen Erkenntnis machte Mut: „Wir haben in einigen Situationen gezeigt, dass wir die Räume nutzen können.“ Wie auch beim 4:1 durch Can Rommel (83.), als die Gastgeber bei ihren allzu durchsichtigen Angriffsbemühungen ins offene Messer gelaufen waren. Zwei Treffer, die MFV-Coach Wefringhaus richtig weh taten: „Der offene Schlagabtausch war Gift für uns.“ Vorne fehlten die Ideen und ein Konzept, um die Abwehr des Favoriten in Bedrängnis zu bringen, hinten „die Kraft, um die Räume zu schließen“.

So entpuppte sich das 1:3 durch Noah Jäger (49.) als spielentscheidend. Ein Kopfballtor nach einem Rommel-Freistoß, worüber sich neben dem Torschützen auch der Trainer freute, weil die Standards in der letzten, abgebrochen Saison nicht gerade zu den Stärken seines Teams gehörten. Das beschränkte sich danach erst mal aufs Verwalten des Vorsprungs, ehe ihr Fußball-Lehrer mehr wollte. Und es in der Schlussphase auch geboten bekam.

Abgehakt eine zerfahrene, von Abspielfehlern geprägte Anfangsphase, als der Gruppenligist hoch (höher als erwartet) und mutig anlief und Gudensberger Umschaltmomente schon im Keim erstickte. Verdient und keineswegs überraschend daher der Melsunger Führungstreffer durch Jannik Bickel, der Torwart Stieghorst mit einem platzierten 18m-Flachschuss überwand (15.).

Melsunger Führung Weckruf für Favoriten

Allerdings: Für die FSG war‘s „ein Weckruf“ (Tom Siebert), der den Favoriten zu einer schnellen Reaktion animierte. Er übernahm das Kommando, erhöhte das Tempo, schoss sich mit zwei Chancen (18. Siebert, 20. Rommel) warm, ehe die dritte zum 1:1 saß: Philipp Wissemann hatte im MFV-Strafraum erfolgreich nachgesetzt und Fabian Otto bedient, der aus kurzer Distanz einlochte (21.). „Fehler, mit denen wir uns unser eigenes Spiel kaputt gemacht haben“, wie Peter Wefringhaus später beklagte.

Beim 1:2 durch Tom Siebert (29.) wurde der Ausflug in die Offensive von Innenverteidiger Eugen Wagner bestraft. Da nutzte es nichts, dass Melsungen optisch durchaus gleichwertig war. Denn Zwingendes sprang dabei nicht mehr heraus. Schwacher Trost für den MFV-Coach: „So richtig los“ geht es für ihn und seine Mannschaft erst in zwei Wochen zu Hause gegen Altenlotheim.

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