Verbandsliga:

Gudensbergs Trainer Andre Fröhlich freut sich auf Vellmar und Förderer Jörg Müller

Gudensbergs Trainer Andre Fröhlich
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Stets engagiert: Gudensbergs Trainer Andre Fröhlich

Das wird ein besonderes Wiedersehen. Im Sommer 2008 machte Andre Fröhlich seine ersten Schritte als Gruppenliga-Fußballer. Sein Trainer: Jörg Müller, der nun zwölf Jahre später als Coach mit dem OSC Vellmar zu Gast bei der FSG Gudensberg ist, die der aufstrebende A-Lizenz-Inhaber in nur drei Jahren von der Kreisoberliga in die Fußball-Verbandsliga führte (Sa. 15 Uhr, Weinbergstadion).

Gudensberg – „Jörg zeichnet eine natürliche Autorität aus, die mir schon damals sehr imponierte. Seine Mannschaftsführung mit einer Mischung aus Kumpeltyp und klarer Linie mit viel Disziplin ist vorbildlich“, lobt Fröhlich seinen einstigen Förderer. Erleichtert darüber, mit seiner FSG als Neuling den Start gemeistert zu haben. Mit acht Punkten und 8:8-Toren im Tabellenmittelfeld nur einen Zähler hinter Vellmar.

Eine durchaus respektable Ausbeute, die rund ums Weinbergstadion Lust auf mehr macht. Noch dazu in Bestbesetzung, weil maximal der starke Sechser Carlos Rohmann (Schlag auf den Lendenwirbel) angeschlagen ist. Kapitän Julian Lauterbach (Fuß), Torwart Tom Sieghorst (Schulter), die in den vergangenen beiden Spielen auf die Zähne bissen, und Christian Dobler-Eggers (Ferse) nutzten die erste normale Trainingswoche seit Langem, um wieder zu genesen.

Ruhende Bälle gilt es zu vermeiden und besser zu verteidigen

Verbunden mit dem Auftrag, an diese vier Schlüsselspieler und ihre Kollegen, nicht nur ruhende Bälle besser zu verteidigen, sondern bereits in der Entstehung zu unterbinden. Nicht nur, weil Gudensberg hier Nachholbedarf hat, sondern vor allem, weil Freistöße eine Vellmarer Kernkompetenz darstellen. Das ist Enes Glogic zu verdanken, dem 33-Jährigen, der schon in der Hessenliga für den OSC und Nachbar Lohfelden Extra-Klasse bei Standards nachwies.

Glogic und seine Nebenmänner Linor Demaj, Christopher Löbel, Egli Milloshaj, Dennis Schanze und Tolga Yantut sowie die Stürmer Serkan Aytemür und Rückkehrer Marko Utsch sind Gründe, warum Vellmar als Saisonziel einen Platz unter den ersten Drei angab. Jedoch mit dem Makel, dass die Bank keine Bank ist. Immerhin weiter mit zwei Torhütern im Aufgebot, weil Tobias Orth (KSV II) für Tobias Schlöffel (Kreuz- und Innenbandriss) zurückgeholt wurde als zweiter Rückhalt neben dem Ex-Melsunger Sebastian Nödel. Nur 15 Feldspieler standen Müller im Sommer zur Verfügung. Julian Karnowka (A-Jugend Baunatal) und Paul Rumpel (Körle) erhöhten nachverpflichtet die Möglichkeiten, die aktuell begrenzt sind.

Berufliche Verpflichtungen wie mehrfach bei Verteidiger Luca Trump und diversere Blessuren hatten zur Folge, dass Müller sich mit 45 Jahren zuletzt selbst zweimal als Feldspieler auf die Bank setzte. Lediglich neun Punkte und besonders nur ein Sieg (gegen Bad Soden) aus vier Partien gegen die anderen Titelanwärter (zuletzt unter Wert 0:5 gegen Lichtenau) sorgen durchaus für eine Drucksituation bei den Gästen bei einer besonderen Rückkehr.

Im März 2009 führte Jörg Müller sein erstes Spiel als Körler Coach übrigens ebenfalls nach Gudensberg. Damals endete das Derby mit 1:1. Was jetzt für die Gastgeber ein weiterer Erfolg wäre – und für Vellmar zu wenig. (Sebastian Schmidt)

Kartenvorverkauf für Hessenpokal gegen KSV Hessen Kassel

Es sind mit die interessantesten Wochen in der Vereinsgeschichte der FSG Gudensberg. Beginnend mit dem Heimspiel gegen den OSC Vellmar, dem in der Verbandsliga das Derby beim FC Körle erstmals im Kampf um die Nummer eins im Kreis (10. Oktober) und der Vergleich mit dem starken SSV Sand folgen, das vom ehemaligen Gudensberger Coach Mario Deppe trainiert wird (17. Oktober). Und zwischendurch: Gastiert am kommenden Dienstag Regionalligist KSV Hessen Kassel zum Hessenpokal in Gudensberg (19 Uhr, Weinbergstadion). Bis zu 500 Zuschauer erhoffen sich die Gudensberger. Tickets im Vorverkauf gibt’s unter: 05603/935779.

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