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38:24 gegen TSV Vellmar: MT Melsungen II ist Halbzeitmeister

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Von: Gerd Brehm

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Einfach nicht zu halten: Melsungens Martin Reinbold (am Ball) lässt sich von Kevin Gockell (hinten) und Jona Koch nicht stoppen und erzielt eines seiner drei Tore beim 38:24 im Derby gegen den TSV Vellmar.
Einfach nicht zu halten: Melsungens Martin Reinbold (am Ball) lässt sich von Kevin Gockell (hinten) und Jona Koch nicht stoppen und erzielt eines seiner drei Tore beim 38:24 im Derby gegen den TSV Vellmar. © Richard Kasiewicz

Jetzt stehen alle Weichen auf den Zweikampf um den Aufstieg zwischen der MT Melsungen II und der ESG Gensungen/Felsberg. Durch die überraschende 28:30-Niederlage in Kleenheim muss nun auch der Tabellendritte HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim etwas abreißen lassen.

Melsungen – Mit einem Punkt Vorsprung sicherte sich die glänzend aufspielende MT die Halbzeitmeisterschaft durch ein 38:24 (21:7) im Nordhessenduell gegen den TSV Vellmar. Und auch wenn die Gastgeber kurzfristig auf den Bundesliga erprobten Julian Fuchs (krank) verzichten musste, wurde schnell mehr als nur ein Klassenunterschied deutlich.

Die Melsunger unterstrichen, dass sie erstmals in die 3. Liga möchten und die Vellmarer hatten Probleme, überhaupt zum Abschluss zu kommen. Zu stabil stand der Mittelblock mit Florian Weiß und Max Pregler. Dessen Balleroberungen und auch die langen Pässe von Torhüter Yannik Büde fanden in Ben Beekmann einen idealen Abnehmer.

Beekmann glänzt variantenreich

Es war schon eine Augenweide, wie die Melsunger ihre erste Welle liefen. Aus der Drehung, durch die Beine des zunächst hilflosen TSV-Torhüters Christian Gumula und insgesamt variantenreich schloss Beekmann ab, dem allein schon bis zum 6:1 (8.) vier Treffer gelungen waren.

Keine Gnade kannte die MT. Auch die Einwechselspieler funktionierten sofort. Merlin Kothe beispielsweise ließ – kaum auf der Platte – drei Treffer in Serie zum 19:6 folgen (28.). Eine Minute zuvor hatten die Gäste ein Mini-Erfolgserlebnis: Tom Scholler gelang die erste und einzige Parade vor der Pause. Zudem ging als MT-Schönheitsfehler ein Siebenmeter von Jan Waldgenbach an die Latte (14.). „Wir haben in der Abwehr richtig zugepackt und gut verdichtet. Genau so stelle ich mir das vor“, lobte Arjan Haenen sein Team für die Vorstellung vor allem in den ersten 30 Minuten.

Vellmar steigert sich deutlich

Die zweite Halbzeit verlief dann allerdings etwas anders. Weil jeder MT-Spieler fünf Prozent nachließ, wie Haenen indes mit Blick auf die 21:7-Führung durchaus verständnisvoll bemerkte, fand auch Vellmar nochmal statt. Das fing schon damit an, dass nun auch Schlussmann Gumula fünf Paraden zeigte. Auch die technischen Fehler minimierten die TSV-Akteure und folgten ihrem Trainer, der ihnen in der Pause gesagt hatte, sie sollen es so angehen, als stünde es 0:0. Spielmacher Finn Hujer steigerte sich nun deutlich, brachte viele Bälle an den Mann und traf auch selbst zweimal.

Über 25:13 (36., Hujer), 31:17 (48., Weiß) und 35:21 durch den überragenden Melsunger Pregler (54.) gestaltete Vellmar das Geschehen wesentlich ausgeglichener. Nach Toren hieß es im zweiten Durchgang sogar 17:17. Am auffälligsten auf Seiten der Gäste war ein junger Mann, der eigentlich in der zweiten Mannschaft spielt: Tjark Hoffmann, nicht nur wegen seiner vier Tore. „Auf dieser Mentalität können wir aufbauen. Die Leistung in der zweiten Halbzeit macht uns Mut“, sagte denn auch TSV-Trainer Abraham Icardo. (von Gerd Brehm)

Die Statistik:

Melsungen: Büde (9 P./12 GT), Ullrich (5/12 GT) - Grolla 1, Hörr, Rietze 1, Ohl 1, Beekmann 8, Kothe 3, Potzkai 2, Pregler 9, Waldgenbach 4, Andrei 1, Weiß 5, Reinbold 3.
Vellmar: Gumula (5/29), Scholler (2/9) - Räbiger 2/2, Hoffmann 4, Steubesand, Hujer 2, König 1, Stumbaum 2, Gockell 1, Adam 1, Badenheuer 3, Koch 1, Berninger 4, Drönner 3.
SR: Häfner/Schmitt. Z: 160.
Siebenmeter: 0/2:2/2. Zeitstrafen: 0:2-Minuten.

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