Wabern und Gudensberg reisen als klare Favoriten an

Halbfinale im Kreispokal Schwalm-Eder: In Kleinenglis und Kirchberg Spannung mit Zuschauern

Streicheleinheit: So freuten sich die Kirchberger Andre Itter (l.) und Paul Graf im Vorjahr.
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Streicheleinheit: So freuten sich die Kirchberger Andre Itter (l.) und Paul Graf im Vorjahr.

Große Vorfreude auf das erste Pflichtspiel seit einem halben Jahr: Am Freitag in Kleinenglis und am Sonntag in Kirchberg stehen die beiden Halbfinals im Fußball-Kreispokal 2019/20 an.

Schwalm-Eder – SG Englis/Kerstenhausen/Arnsbach - TSV Wabern (Freitag 19 Uhr, Kleinenglis). Der Kreisoberliga-Aufsteiger hat eine imponierende Serie von 35 Pflichtspielen ohne Niederlage vorzuweisen. Ausgerechnet der Verein, mit dem die gastgebende SG in der Jugend den JFV Eder-Schwalm bildet, könnte diesen Lauf nun beenden

Insbesondere die Torjäger Tim Kleinmann und Robin Schüßler, die eine Vergangenheit am Reiherwald haben, und Trainer Dennis Kaufmann, der Ex-Brunslarer, dürften etwas dagegen haben. Deshalb fordert Kaufmann: „Wie David gegen Goliath müssen wir über uns hinauswachsen.“ Vor allem die Defensive um Innenverteidiger Philipp Zwicker wird durch die TSV-Angriffsreihe mit Ex-Regionalliga-Kicker Fabian Korell auf eine harte Probe gestellt. Erschwerend kommt hinzu, dass Pascal Seyfarth, Tim Hellmuth (beide gezerrt) und Danny Brandt angeschlagen sind. Als Alternativen bieten sich Emanuel Hoppe und Christian Lau an.

Bei den Gästen fallen neben Florian Amert (Urlaub) und Jan Otto (Arbeitsunfall) womöglich Florian Korell (Grippe) und Niklas Müller aus. Startelf-Kandidaten sind Luca Wendel und Jan Luca Schmeer, die gegen Göttingen (5:1) und Wolfhagen (2:2) in den Tests überzeugten. „Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden“, betont Patrick Herpe. Dem Spielertrainer, der den Pokal zum dritten Mal hintereinander (2018 und 2019 mit Schwalmstadt) gewinnen könnte, steht Marius Rohde wieder zur Verfügung. Im Tor halten Herpe und Kollege Mario Völker den Konkurrenzkampf zwischen Benedikt Saul und Maximilian Korell offen.

SG Kirchberg/Lohne/Haddamar - FSG Gudensberg (So. 15 Uhr, Kirchberg). Wenn die SG wie im Vorjahr in das Finale einziehen würde, wäre das eine Überraschung, denn es spricht viel für Gudensberg. Angesichts der sehr speziellen Umstände verlief die fünfwöchige Vorbereitungsphase reibungslos und schon hat der Aufsteiger in die Verbandsliga sein erstes Saisonziel erreicht. „Wir haben einen sehr gesunden Konkurrenzkampf“, freut sich Trainer Andre Fröhlich, der nicht daran zweifelt, dass seine Mannschaft die Ausfälle von Daniel Frank, Till Dünzebach, Nico Hillebrand und Pascal Hillebrand kompensieren wird. Trotzdem ist es für Fröhlich eine Selbstverständlichkeit, den Gegner nicht zu unterschätzen. „Wir nehmen die Partie genauso ernst wie ein Punktspiel, und werden mit der bestmöglichen Aufstellung antreten“, verspricht der FSG-Trainer.

Unterdessen hat Paul Graf größere Sorgen. Am ersten Trainingstag erlitt Martin Geißer einen Kreuzbandriss, 24 Stunden später hatte Lukas Wagner einen Fußbruch zu beklagen. „Von da an konnte es nur noch besser werden“, sagt der SG-Spielertrainer. Es wurde besser, und Graf ist fest davon überzeugt, dass seine Mannschaft nicht chancenlos sein wird, zumal der Rückblick auf die vergangene Pokalsaison Mut macht. Titelverteidiger ist zwar Schwalmstadt, doch der Endspielgegner in Obervorschütz hieß Kirchberg/Lohne/Haddamar. „Beim Finale wollen wir wieder dabei sein“, sagt Graf, der seinen Optimismus auch mit einem der neuen Spieler in Verbindung bringt. Alessandro Schmidt nämlich, von dessen Schnelligkeit sie sich bei der SG viel versprechen. (Fabian Seck und Gerd Brehm)

Spiel in Kirchberg ausverkauft – Endspiel ohne Zuschauer

Mund-Nasen-Schutz tragen, Abstand halten, die drei Zonen vor Ort beachten – das gilt bei jedem Spiel. Zugelassen für die beiden Halbfinals sind jeweils 250 Personen. Abzüglich Spielern, Trainern, Offiziellen und Helfern bleiben gut 180 Karten für die Zuschauer. Beide Gastgeber verteilen diese unterschiedlich. Wabern sicherte sich zehn. 170 werden in Kleinenglis vor Ort verkauft. Um ein frühes Kommen wird gebeten. Sollten mehr Fans kommen, müssten diese nach Hause geschickt werden. „Wir wissen, dass wir es leider nicht jedem recht machen können und bitten um Verständnis“, betont Volker Hofmann, der SG-Vorsitzende. Ein Formular zur Datenerfassung soll unter www.sg-eka.eu heruntergeladen und ausgefüllt mitgebracht werden, um Wartezeiten zu vermeiden. Auch die zweiten Gastgeber bieten unter www.kiloha.de ein Formular. Allerdings: Die Partie in Kirchberg ist bereits ausverkauft. Mit Karten brüderlich verteilt in beiden Fan-Lagern. „Wir hätten 500 Tickets verkaufen können und bitten darum, dass niemand spontan ohne Reservierung kommt“, betont der 2. SG-Vorsitzende Karsten Scherb.

Fürs Endspiel am 29. August muss sich niemand mehr Gedanken machen. Der Kreisfußballausschuss hat entschieden, das Finale komplett ohne Zuschauer zu veranstalten. Spielort ist entweder Homberg oder ein Platz eines der beiden Finalisten. Brunslar, wo die Partie ursprünglich geplant war, ist dann beim nächsten Endspiel an der Reihe. (sbs)

Jubeln sie heute wieder? Die Engliser (v.l.) Eric Kleinmann, Christian Lau, Emanuel Hoppe.

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