Handball

Aufstieg der ESG Gensungen/Felsberg  rückt etwas näher

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Arnd Kauffeld: ESG-Trainer

Die Drittliga-Aktien der ESG Gensungen/Felsberg sind gestiegen, doch die Hängepartie um den erhofften Aufstieg des Hessenmeisters setzt sich trotzdem fort. „Wir müssen immer noch die offizielle Bestätigung des Deutschen Handball-Bundes abwarten“, sagt ESG-Manager Michael Stahl.

Durchaus mit einer gewissen Ernüchterung, denn seinem Appell voraus ging ein „emotionales Wellental“, ausgelöst durch die Beschlüsse des DHB zum Spielbetrieb der laufenden Saison. Demzufolge haben sich DHB, HBL (Handball-Bundesliga der Männer) und HBF (Handball-Bundesliga der Frauen) darauf verständigt, „dass es auch bei Saisonabbrüchen mit Ausnahme bereits zurückgezogener Mannschaften keine Absteiger, sonder lediglich Aufsteiger für die Saison 2020/2021 geben soll.“ Dies gilt entsprechend für die 3. Ligen. Und bedeutet dort eine Aufstockung der vier Staffeln um zehn Mannschaften (12 Aufsteiger minus 2 wirtschaftliche Absteiger).

Neue Hoffnung für Eintracht Böddiger

„Das liest sich so, als wenn wir durch wären“, lautet Stahls Interpretation, die Manfred Leber, Spielleiter der Oberliga Hessen, bestätigt: „Für mich ist Gensungens Aufstieg damit quasi amtlich.“ Dachte auch der ESG-Trainer, informierte seine Schützlinge und genehmigte sich ein Aufstiegsbier. „Es war das erste Mal, dass ich wieder an Handball gedacht habe. Die Motivation ist wieder da und ich freue mich auf die kommende Saison“, drückt Arnd Kauffeld seine Erleichterung aus. Die dann nach Nachfrage beim DHB, der für die 3. Liga zuständig ist, doch wieder etwas gebremst wurde. „Wir können noch nicht gratulieren“, erklärte Horst Keppler, Vorsitzender der Spielkommission 3. Liga, „denn die Entscheidung über die Empfehlungen der Arbeitsgruppe ist noch nicht gefallen.“

Die Empfehlung an die Landesverbände, die unterbrochene Saison 2019/2020 zu beenden, hatte der Hessische Landesverband längst umgesetzt. Allerdings mit sportlichen Absteigern, worauf (siehe oben) verzichtet werden soll. Mit dieser Anregung will sich der HHV nun erneut beschäftigen, sodass beispielsweise die Oberliga-Damen von TSV Eintracht Böddiger, eigentlich abgestiegen, wieder auf den Klassenerhalt hoffen können.

Während die Saison für die 2. Bundesliga ebenfalls beendet ist, ist über die Jugend-Bundesliga noch keine Entscheidung gefallen. Im Falle eines Saisonabbruchs, soll der Jugendspielausschuss Vorschläge zum weiteren Vorgehen unterbreiten. Vier Spieltage vor Schluss belegt die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen den zweiten Platz in der Meisterrunde 2 und wäre fürs Viertelfinale qualifiziert. 

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