Kirchhof stark als Vierter 

Bayer Leverkusen als souveräner Sieger in Melsungen

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Sie wird der SG 09 Kirchhof fehlen: Spielmacherin Michelle Urbicht (am Ball) gegen die Oldenburgerinnen Kristina Logvin (Nummer 22) und Carina Aselmeyer fällt nun wegen einer Schulterverletzung lange aus. 

Die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen haben die achte Auflage des Heinrich-Horn-Gedächtnisturniers gewonnen. 

Dabei lieferte das Team von Trainer Robert Nijdam eine souveräne Leistung ab und gewann alle seine vier Partien.

Nur beim 21:19 gegen Bundesliga-Absteiger Halle mussten die Werkselfen viel Widerstand brechen. Zuvor besiegte das Team Ligakonkurrent VfL Oldenburg souverän und ließ auch in der Vorrunde Zwickau und Quintus keine Chance. „Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Coach Nijdam: „Unsere Neuzugänge sind gut integriert und unser Angriffsspiel war sehr variabel.“ Insbesondere über die schnelle Rechtsaußen Svenja Huber erzielten die Rheinländerinnen einfache Treffer.

Noch dazu funktionierte das Zusammenspiel von Spielmacherin Mia Zschocke mit den beiden Kreisläuferinnen Anna Seidel und Hildigunnur Einarsdottir bestens. Den zweiten Platz sicherte sich Oldenburg durch einen 20:16-Erfolg gegen den Turniersieger von 2017, SV Union Halle Neustadt. Dabei ließ der Erstligist von Beginn an keine Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen und dominierte die Partie.

Nach einer starken Vorstellung sicherte sich Gastgeber SG 09 Kirchhof den vierten Rang. „Wir haben schöne Spiele gezeigt und ein gutes Turnier gespielt“, bilanzierte SG-Coach Christian Denk. Getrübt wurde der tolle Gesamteindruck einzig durch eine schwere Schulterverletzung von Michelle Urbicht. Die Spielmacherin hatte sich bei einer Angriffsaktion in der Partie gegen Oldenburg die Schulter ausgekugelt. Eine MRT-Untersuchung soll nun Klarheit über die Schwere der Verletzung bringen.

Davon abgesehen aber war es ein gelungener Auftritt, den der heimische Zweitligist mit einem 23:18-Coup über den Erstligisten Oldenburg krönte. Allein der Auftakt gegen Solingen-Gräfrath ging daneben. „Da haben wir keinen Zugriff gefunden. Es hat uns die Härte gefehlt“, ärgerte sich Denk.

Ritter war nicht zu bremsen

Danach aber lief es bei den Grün-Weißen. Und ganz besonders bei Sina Ritter, die in der Offensive oft kaum zu bremsen war. „Sie hat ein Bombenturnier gespielt“, lobte Denk seinen Neuzugang: „Schon jetzt kann man sehen, wie wichtig sie für uns ist.“ Daneben verdienten sich aber auch Torfrau Nela Zuzic, Sandra Szary und Jana Schaffrick, die in der 6:0-Deckung der SG Beton anrührte, ein Sonderlob.

Probleme hingegen hatten die Gastgeberinnen mit der offensiven 3:2:1-Formation des HC Leipzig. „Daran werden wir jetzt arbeiten“, verspricht der SG-Coach. Gegen die Sächsinnen lief Kirchhof einem 0:6- und 11:17-Rückstand hinterher. Schließlich behielt aber Diana Sabljak die Nerven, und sicherte durch einen verwandelten Siebenmeter ihrem Team das 17:17-Remis. Und damit den vierten Platz.

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