Germania Fritzlar enttäuscht

Handball-Erstligist Buxtehuder SV triumphiert beim Domstadt-Cup

Schwerer Stand: Fritzlars Xenia Ahrend (r.) im Zweikampf mit der Mainzerin Elisa Burkholder.
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Schwerer Stand: Fritzlars Xenia Ahrend (r.) im Zweikampf mit der Mainzerin Elisa Burkholder.

Die Handballerinnen des Buxtehuder SV haben die neunte Auflage des Domstadt-Cups gewonnen. In einem hochklassigen Finale setzte sich das Team von Trainer Dirk Leun mit 21:19 (10:9) gegen Ligakonkurrent HSG Bensheim/Auerbach durch.

Fritzlar – Die Entscheidung im Finale fiel erst in den Schlussminuten, als Charlotte Kähr und die Ex-Wildungerin Maxi Mühlner den BSV mit 20:18 in Führung waren. Zwar konnten die Mittelhessinnen durch die Ex-Kirchhöferin Dionne Visser noch auf 19:20 verkürzen. Mehr war aber nicht drin. Als Linkshänderin Isabell Dölle zum Endstand traf und Beachhandball-Europameisterin Katharina Filter im Buxtehuder Tor einen Bensheimer Gegenstoß zunichtemachte, war die Partie entschieden. Die 22-Jährige hatte nach der Partie doppelt Grund zur Freude. Denn der Rückhalt wurde zur besten Spielerin des Turniers gekührt.

Turnierverlauf

Überraschungen blieben aus. Während sich Buxtehude in der Vorrunde gegen die Bad Wildungen Vipers, Waiblingen und den TuS Lintfort souverän durchsetzte, trumpfte in der anderen Gruppe vor allem Bensheim auf. Die Mannschaft von Heike Ahlgrimm zeigte eine beeindruckende Frühform und holte sich mit einem starken 20:16-Erfolg gegen Bayer Leverkusen den Gruppensieg. Die Vipers hingegen waren zum Auftakt nur knapp an einer Niederlage vorbeigeschrammt und behielten mit 16:15 gegen Waiblingen die Oberhand.

Ordentlich zur Sache ging es im Spiel um den dritten Platz. Erst sah Leverkusens Marija Kaluderovic nach einem Gesichtstreffer gegen Bad Wildungens Jana Scheib die Rote Karte. Dann flog Vipers-Rückraumspielerin Larissa Platen nach grobem Foulspiel an Svenja Huber vom Parkett. Danach lief beim Team von Trainerin Tessa Bremmer nur noch wenig zusammen. Leverkusen drehte einen 6:8-Rückstand bis zur Pause in eine 12:8-Führung. Und hatte die Partie beim 15:10 durch Mareike Thomaier entschieden.

Gastgeber

Nichts zu holen gab es für die Domstädterinnen, die zudem noch auf Laura Israel (Schlüsselbeinbruch) und Luisa Krüger verzichten mussten. „Heute gab es für uns viel zu lernen“, sagte SVG-Trainer Lucky Cojocar. Das neuformierte Fritzlarer Team wusste in Ansätzen, etwa in der ersten Halbzeit gegen Bundesligist Bayer Leverkusen, durchaus zu gefallen. „Darauf können wir aufbauen“, fand auch Linksaußen Lena Dietrich. Allein im Spiel um den siebten Platz enttäuschte die Cojocar-Sieben, als sie im Angriff zu ideenlos agierte und sich vom starken Zweitligisten Lintfort auskontern ließ. (Marcel Glaser)

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