Junioren-Handball

mJSG nach 26:23 Sieg gegen Gummersbach im Halbfinale

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Auch das Maskottchen feierte mit: Die B-Jugendlichen der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen bejubeln den Einzug ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. 

Die B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hat das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erreicht.

Einer kam durch. Und die voll besetzte Stadtsporthalle dankte es ihm mit rauschendem Beifall. Der B-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen nämlich, die mit einem 26:23 (13:12)-Erfolg gegen den VfL Gummersbach das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft erreichte, nachdem der ältere Jahrgang des Bundesliga-Nachwuchses tags zuvor an der SG Flensburg/Handewitt gescheitert war (siehe Artikel unten).

„Ein Super-Gefühl“, nahm Benjamin Fitozovic die Ovationen der 800 Zuschauer dankend entgegen. Wobei beim mJSG-Rechtsaußen sicherlich auch eine gehörige Portion Erleichterung mitschwang angesichts eines Handball-Krimis, der spätestens mit Eickhoffs Ausgleich zum 13:13 begann (26.). Nachdem die Gastgeber eine 8:2-Führung (11.) aus der Hand gegeben hatten.

Denn: Gegen die 6:0-Deckung der Gäste hatten sie es drauf, zogen, so Regisseur Kompenhans, die VfL-Reihen „mit breit angelegten Angriffsspiel gut auseinander“, gegen die folgende 5:1-Formation der Gummersbacher taten sie sich dagegen schwer.

„Wir haben zuviel verworfen und unser Mittelblock war zu passiv“, erklärte Trainer Georgi Sviridenko die Aufholjagd des Gegners, der dank der Umstellung auf zwei Kreisläufer plötzlich auch aus dem Rückraum viel torgefährlicher war. Besonders Florian Schmidt fand die Lücken und nutzte sie, während der im Hinspiel (23:22) noch überragende Linkshänder Mathis Häseler diesmal eher unauffällig agierte.

Torwart Büde stark

Ein Rezept, das nach dem Wechsel immer weniger aufging, weil sich die Gastgeber ihrerseits darauf einstellten. Die mJSG-Abwehr steigerte sich genauso wie Torwart Büde und die eigene Offensive fand trotz des Drucks immer wieder spielerische Lösungen. Etwa als Linksaußen Beekmann von Paul Kompenhans mustergültig frei gespielt wurde und zum 18:16 traf (35.).

Trotzdem bedurfte es zweier Anläufe für die Vorentscheidung. Beim 22:19 verpasste es Ole Pregler, eine Doppelparade von Jannik Büdezu veredeln, so dass Kreisläufer Maximilian Keil von Linksaußen auf 22:20 verkürzen konnte (43.). Da hatte VfL-Trainer Philipp-Jonas Wilhelm bereits alles auf eine Karte bzw. auf eine Doppelmanndeckung (für Pregler und Kompenhans) gesetzt („Ich musste was riskieren“). Ein gefundenes Fressen für die Nordhessen, die darauf vorbereitet waren. So nutzten Kreisläufer Hellemann (2) und Ben Beekmann die sich bietenden Räume, um auf 26:22 (49.) zu erhöhen.

Nun ist zumindest noch ein Handballfest (gegen Magdeburg) garantiert, das atmosphärisch kaum zu toppen sein wird. Dafür sieht Benjamin Fitozovic spielerisch für die kommende schwere Aufgaben noch Reserven.

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