Oberliga

Benedikt Hütt überragt bei Gensungens 31:18-Derbysieg gegen Vellmar

Mal wieder durch gebrochen: Benedikt Hütt (ESG) erzielt in dieser Szene beobachet von Mannschaftskamerad Christoph Koch (l.) und Vellmars Daniel Brückmann einen seiner acht Treffer. 
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Mal wieder durch gebrochen: Benedikt Hütt (ESG) erzielt in dieser Szene beobachet von Mannschaftskamerad Christoph Koch (l.) und Vellmars Daniel Brückmann einen seiner acht Treffer. 

Das Nordhessen-Duell der Handball-Oberliga war eine klare Angelegenheit: Der TSV Vellmar ging mit 18:31 bei der ESG Gensungen/Felsberg unter. 

Sie ließen sich nicht lumpen, die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg. Denn: Das Geburtstagsgeschenk für ihren Trainer, tags zuvor 50 Jahre alt geworden, fiel üppig aus und war hübsch eingepackt. Nicht nur dass der heimische Handball-Oberligist beim 31:18 (18:6) gegen den TSV Vellmar den erhofften Derbysieg einfuhr, dieser souveräne Auftritt hatte auch noch 45 Minuten lang den Charakter einer Demonstration der Stärke und Spielfreude, die neben Arnd Kauffeld auch die 500 Zuschauer in der Kreissporthalle entzückten.

Und dafür entschädigten, dass in dieser besonders in der ersten Halbzeit höchst einseitigen Partie überhaupt keine Spannung aufkam. „Wir waren von Beginn an fokussiert und haben dem Gegner den Schneid abgekauft“, begründete ESG-Spielmacher Heinrich Wachs die einseitigen Kräfteverhältnisse und die daraus resultierende frühe Entscheidung. Die deutete sich an, als die Gastgeber aus dem 0:2 (2.) flugs ein 5:2 (6.) machten. Und die war so gut wie gefallen nach einem fulminanten 7:0-Lauf zum 14:5 (20.), der dann in einen 18:6-Pausenvorsprung mündete.

Selbst der Jubilar geriet angesichts dieser Lehrstunde für den Nachbarn ins Schwärmen. „Ein echtes Bollwerk“ nannte Arnd Kauffeld seine 6:0-Deckung, die in der ersten Hälfte gerade mal vier Feldtore zuließ, was auch dem reaktionsschnellen Marc Lauterbach zu verdanken war. Eine Mauer der besonders beweglichen Art, die dem Vellmarer Rückraum überhaupt keinen Raum ließ, „weil wir uns hervorragend gegenseitig ausgeholfen haben“ (Kauffeld).

Cornelius Feuring feiert Comeback

Dabei tat sich einer hervor, der die Defensivarbeit nicht gerade erfunden hat. „Benedikt Hütt war unheimlich präsent“, lobte Gensungens Trainer seinen Linksaußen, der hinten effektvoll zupackte und vorne ein Feuerwerk abbrannte. Traf wie und von wo er wollte, von Außen, per Einläufer, aus dem Rückraum oder auch als Vorhut der unwiderstehlichen ersten und zweiten Welle.

„Irgendwie ist mir alles gelungen“, staunte der 32-Jährige selbst über seine acht Treffer vor der Pause. Nach seinem einzigen Fehlwurf wurde er in der 37. Minute von Maximilian Lippold ersetzt, was natürlich alles andere als eine Strafmaßnahme war. Eher Ausdruck der drückenden ESG-Überlegenheit, die es dem Edertaler Coach erlaubte, kräftig durch zu wechseln. Was Franco Rossel nicht daran hinderte, am Rande des Zeitspiels seine Wurfgewalt aus der zweiten Reihe aufblitzen zu lassen, während Mike Gerhold einen Tempogegenstoß kunstvoll per Heber vollendete und der eingewechselte Torwart Voß mit einer präzisen Harpune Szenenapplaus einheimste.

Trotz dieser Glanzlichter ließ die ESG die Zügel nach und nach etwas schleifen und TSV-Torwart Gumula glänzen. Arnd Kauffeld nahm‘s billigend in Kauf. Wichtiger war ihm Feurings Comeback nach fast zweimonatiger Verletzungspause, gekrönt durch dessen Treffer zum 31:18 drei Sekunden vor Schluss. Ein Wink mit dem Zaunpfahl bzw. Richtung kommendem Gastspiel in zwei Wochen beim TuS Dotzheim, der durch eine 26:30-Niederlage in Wettenberg die Tabellenführung an Gensungen abgeben musste. Trotzdem bleibt‘s natürlich ein echtes Spitzenspiel, für das der frischgebackene 50-Jährige auf einen zweiten vollen Fanbus hofft. Ob ihm auch dieser Wunsch erfüllt wird?

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