Handball-Oberliga

Böddigers Zukunft ist ungeklärt - Kirchhof II holt Führ zurück

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Schluss mit lustig: Christin Schene (am Ball) und Vilte Duknauskaite werden wohl nicht mehr für Böddiger spielen (können). 

Wieder drei heimische Teams könnten in der kommenden Saison in der Handball-Oberliga der Frauen auflaufen. Sechs Derbys inklusive. Doch es ist beim TSV Eintracht Böddiger offen, ob die Mannschaft aus dem Weinanbaugebiet das „Geschenk“ Klassenerhalt wirklich annimmt. Ein Überblick:

SG 09 Kirchhof II

Das SG-Juniorteam spielte als Tabellendritter seine beste Saison in der Oberliga und blickt optimistisch in die Zukunft. „Unser Kader steht. In der Breite sind wir noch stärker besetzt als im vergangenen Jahr“, freut sich SG-Coach Martin Denk. Bereits während der Saison konnte der Kirchhofer Trainer die Verpflichtung von Katharina Koltschenko (Eintracht Baunatal), Michelle Horn (TG Rotenburg) und Torhüterin Alica Schmincke (HSG Twistetal) bekannt geben. Komplettiert werden die Neuzugänge nun von Rückkehrerin Elisa Führ.

Die Spielmacherin hatte die SG vor der Saison aus beruflichen Gründen verlassen, nun sorgt sie dafür, dass das Juniorteam im Rückraum noch variabler auftreten kann. Das bedeutet vor allem Entlastung für Top-Torjägerin Deborah Spatz und Regisseurin Sandra Debus. Noch dazu kehrt Marie Herwig nach überstandenem Kreuzbandriss zurück.

Mit Paula Küllmer (Germania Fritzlar) und Linkshänderin Andra Lucas (TuS Lintfort) haben allerdings auch zwei Leistungsträgerinnen den Verein verlassen. Auch Hanna Boland (TSV Vellmar) sowie die erfahrenen Laura Spogat und Annika Konklowsky (beide Ziel unbekannt) folgen als Abgänge. „Wir haben uns deutlich verjüngt und schon einen kleinen Umbruch zu bewältigen“, warnt Denk vor zu hohen Erwartungen.

SV Germania Fritzlar II

Die Domstädterinnen haben den Abstieg von 2019 repariert und sind souveräner Meister der Landesliga geworden. Neu im Team ist Trainerin Melina Horn. Die langjährige Fritzlarer Drittliga-Spielerin folgt auf Gunnar Kliesch und steht vor ihrer Premierensaison als Trainerin. Fritzlars Ex-Trainer hingegen hat sich dem TSV Vellmar angeschlossen. Jana Hoppe, Maike Naumann und Alina Küster sowie Maxie Hauschild folgen dem Lehrer zum TSV in die Landesliga.

Ansonsten setzt die Germania auf Kontinuität. Die Mannschaft bleibt zusammen, so dass Neu-Trainerin Horn über 13 Spielerinnen verfügt. „Wir haben einen guten Teamgeist und eine eingespielte Mannschaft. Das ist sehr wichtig“, sagt die Linkshänderin. Ein Platz im Kader soll freigehalten werden, um den Talenten aus der neuen A-Jugend Spielpraxis zu ermöglichen. Dazu bahnt sich das Comeback der langzeitverletzten Rückraumspielerin Sarah Oschmann (Hüftprobleme) an. „Sie kann uns mit ihrer Erfahrung und Torgefahr sehr helfen“, glaubt Horn. Das Saisonziel ist der Klassenerhalt.

TSV Eintracht Böddiger

Bei der Eintracht ist die sportliche Zukunft ungeklärt. Den Klassenerhalt haben die Felsbergerinnen zwar sicher, weil es aufgrund der Corona-Pandemie keine Absteiger gibt, doch dem Team steht (wieder einmal) ein personeller Umbruch bevor.

Ob die Mannschaft noch einmal in der Oberliga antreten wird oder sich in der Landesliga versucht, ist völlig offen. Der Vorstand hat sich noch zu keiner Entscheidung durchgerungen. „Im Moment haben alle Oberliga-Teams für die neue Saison gemeldet“, erklärt indes Klassenleiterin Kathrin Goetzki auf Anfrage.

Noch bis zum 30. Juni könnte die Eintracht eine Verzichtserklärung abgeben und in der Landesliga an den Start gehen. Sollten die Felsbergerinnen erst nach diesem Stichtag ihren Verzicht erklären, stünden sie automatisch als erster Absteiger der Oberliga fest.

Klar ist hingegen, dass Rocsana Negovan die Edertalerinnen betreuen wird. „Wir wollen eine junge, schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen. Ich bin sehr positiv gestimmt“, sagt die ehemalige rumänische Nationalspielerin, die die Eintracht schon von 2011 bis 2015 trainierte und die mit Rumänien 1995 Weltmeister mit der U 20-Auswahl wurde. Ihr zur Seite steht die bisherige Torhüterin Katja Frommann als Co-Trainerin.

Das Anwerben von Neuzugängen gestaltet sich jedoch schwierig. Verlassen werden die Eintracht neben der spielenden Co-Trainerin Juliane Reinbold und Trainerin Lena Hildebrandt auch Spielmacherin Vilte Duknauskaite (Laufbahnende). Linkshänderin Sabrina Lizan plant eine Handballpause. Ob Torjägerin Christin Schene nach ihrem Kreuzbandriss noch einmal zurückkehren wird, ist ungewiss. Damit steht dem Oberliga-Dino mit Anne Kühlborn nur noch eine gelernte Rückraumspielerin zur Verfügung.

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