Handball-Oberliga

Gensungen/Felsberg gegen MT II: Ein Derby mit noch mehr Brisanz

Eiskalt vor des Gegners Tor: Gensungens Linksaußen Benedikt Hütt könnte zum Derbyheld werden. 
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Eiskalt vor des Gegners Tor: Gensungens Linksaußen Benedikt Hütt könnte zum Derbyheld werden. 

Für Gastgeber Gensungen/Felsberg steht im Derby der Handball-Oberliga gegen die MT Melsungen II etwas mehr auf dem Spiel als für den Nachbarn, der frei aufspielen kann.

Georgi SviridenkoTrainer MTMelsungen II

„Ein Derby ist ein Derby“, sagt Georgi Sviridenko, Trainer MT Melsungen II. Und: „Mehr muss eigentlich nicht darüber gesagt werden.“ Sein Kollege Arnd Kauffeld tut‘s trotzdem. 

„Dieses Derby hat noch mehr Brisanz als sonst“, erklärt der Coach der ESG Gensungen/Felsberg vor dem Nachbarduell in der Gensunger Kreissporthalle. 

Warum? „Weil wir mehr als zwei Punkte zu verlieren haben.“ Die Tabellenführung in der Handball-Oberliga nämlich, die die Gastgeber liebend gern mit in die Weihnachtspause nehmen würden. „Wir wollen Halbzeitmeister werden“, bestätigt ESG-Rückraumspieler Cornelius Feuring.

Bisherige Duelle

Es ist das siebte Duell in der Handball-Oberliga. Und es steht 5:1 für die ESG Gensungen/Felsberg. Allerdings: Die letzte Partie gewannen die Fuldataler vor heimischen Publikum mit 28:26 und brachen damit den Bann. Das Hinspiel hatten die Edertaler mit 31:26 für sich entscheiden.

Ausgangsposition

Beide Rivalen sind gut drauf. Die 26:33-Heimniederlage im Spitzenspiel gegen Pohlheim ist laut Kauffeld „kein Thema mehr“. Sie wurde von seinen Schützlingen beim 33:25-Erfolg bei der HSG Kleenheim-Langgöns abgearbeitet. 

„Da haben wir besonders in der zweiten Halbzeit eine gute Reaktion gezeigt“, bestätigt der zuletzt starke Linksaußen Benedikt Hütt.

Der weiß um die Favoritenrolle seiner Mannschaft, aber auch um den Aufschwung beim Gegner. Drei Siege aus den letzten vier Spielen haben die Fuldataler auf den fünften Platz gehievt. „Wir haben unseren Handball gefunden“, sagt Spielmacher Max Pregler, einer der Erfolgsgaranten. 

"Er zeigt was er kann"

Ein weiterer ist Merlin Kothe. „Er zeigt, was er kann“, lobt Georgi Sviridenko die Durchschlagskraft seines Rückraumspielers, der allein 17 Mal in den letzten beiden Partien traf. „Beide können uns gefährlich werden“, weiß Arnd Kauffeld. Aber auch, dass er sich auf seine kompakte Deckung verlassen kann.

Derzeit kaum zu bremsen: Rückraumspieler Merlin Kothe (l.), einer der Melsunger Hoffnungsträger im Derby. 

Kader

Gastgeber Gensungen/Felsberg vermeldet Bestbesetzung, nachdem Vince Schmidt und Franco Rossel wieder voll ins Training eingestiegen sind. Die Bundesliga-Reserve hat ihre A-Jugendlichen (spielfrei) zur Verfügung, muss aber auf Spielmacher Jona Gruber (Aduktorenverletzung) und Fabian Meyfarth verzichten.

„Ich spiele nicht“, erklärte der Melsunger Aushilfstorwart, mit dem die Mannschaft in der Hinrunde noch kein Spiel verloren hat, auf Anfrage. Trainer Sviridenko hat aber die Hoffnung nicht aufgegeben, doch noch auf den Routinier zurück greifen zu können.

Taktik

„Kein Experimente“, kündigt Arnd Kauffeld an. Und legt sich fest: „Dieses Derby wird kein Schachspiel.“ Also setzt er wie gehabt auf eine 6:0-Abwehr mit Koch/Rossel im Zentrum. Beim Gast wird Jona Gruber im Mittelblock durch Merlin Kothe ersetzt, auch ein Bruder-Duo (mit Ole und Max Pregler) ist möglich. 

Max Pregler darf sich in der Aufbaureihe tummeln, weil sich Martin Reinbold am Kreis mittlerweile voll etabliert hat.

Perspektiven

Gewinnt Gensungen/Felsberg, fehlt der ESG zur anvisierten Halbzeitmeisterschaft nur noch ein Sieg (in Wettenberg). Siegt Melsungen, rückt die Spitze noch enger zusammen, winkt der TSG Offenbach-Bürgel die Tabellenführung und der MT II ein Platz im Verfolgerfeld.

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