Handball-Oberliga

Gensungen/Felsberg klarer Favorit im Derby

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Alternative für den rechten Gensunger Rückraum: Rückkehrer Jannis Kothe. 

Derbystimmung in Gensungen: Dort hat der Tabellenzweite der Handball-Oberliga am Samstag um 19.30 Uhr Schlusslicht TSV Vellmar zu Gast.

Auswärts gewonnen, den fünften Sieg in Folge gelandet und trotzdem die Tabellenführung in der Handball-Oberliga an die Überflieger des TuS Dotzheim verloren - Arnd Kauffeld juckt das nicht. Vielmehr ist der Blick des Trainers der ESG Gensungen/Felsberg allein auf das nächste Spiel gerichtet. Denn das ist ein „eminent Wichtiges“. Ein Derby nämlich, gegen Aufsteiger TSV Vellmar (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gens.), das zu verlieren für die Edertaler so gut wie verboten ist.

Bisherige Vergleiche

Ja, das Nordhessen-Derby hat angesichts von vier gemeinsamen Oberliga-Jahren durchaus schon Tradition. Von den bisherigen acht Spielen hat die ESG fünf gewonnen und zwei verloren. Gleich die beiden ersten nach dem Drittliga-Abstieg 2013. Bereits in der folgenden Saison 2014/2015 revanchierten sich die Edertaler (39:30 und 37:27) gegen den späteren Absteiger, der nach seinem Wiederaufstieg 2016 zu Hause den Gensungern noch einmal einen Punkt abknöpfen konnte (34:34), danach aber drei weitere Niederlagen einsteckte.

Ausgangsposition

Wenn der Zweite auf das Schlusslicht trifft, ist die Ausgangsposition klar. „Wir sind krasser Außenseiter“, sagt TSV-Trainer Hauer. Seine Mannschaft hat zwar in sechs Spielen noch keinen Punkt geholt, zuletzt aber spielerisch durchaus einen Aufwärtstrend offenbart. Genau davor warnt der ESG-Coach: „Wir müssen hoch konzentriert in die Partie gehen, um unserer Favoritenrolle gerecht zu werden.“ Und folgerichtig die kommende Partie - das mögliche Gipfeltreffen in Dotzheim - „völlig ausblenden“.

Personal

Bis auf Cornelius Feuring kann Arnd Kauffeld auf seine Bestbesetzung zurückgreifen. Und auf eine Mannschaft, die auswärts mit einer „tollen Mentalität“ auftritt und zu Hause wieder eine Macht ist. Weiterhin bewies Marc Lauterbach beim 29:22 in Obernburg, dass mit dem Schlussmann, zu Beginn der Saison noch mit Formschwankungen, von nun an zu rechnen ist.

Auch Gordon Hauer kann aus dem Vollen schöpfen. Und nach Torwart Martin Herwig, Kreisläufer Niklas Willrich sowie den Rückraumspielern Fredrik Drönner und Nemanja Vukadinovic (aus der 2. serbischen Liga) auf einen fünften Neuzugang zurückgreifen. Auf Vladimir Djuric (36) nämlich, Blitztransfer vom Landesligisten VfL Wanfried, der zuvor in Serbien und Island jeweils in der 1. Liga sein Geld verdiente. „Er kann seine Mitspieler gut einsetzen und ist selbst auch torgefährlich“, beschreibt der TSV-Coach die Qualitäten seines neuen Schützlings. Ein weiterer Hoffnungsträger ist der derbygestählte Christian Gumula. „Das könnte ein Spiel für ihn werden, der kann sich da richtig reinsteigern“, sagt Vellmars Trainer über seinen erfahrenen Torwart. Der zudem in dieser Saison effektvoll vom Ex-Gensunger Herwig unterstützt wird.

Taktik

Beide Teams bevorzugen eine 6:0-Deckung, wobei die Gensunger auch noch eine 5:1-Variante mit Indianer Heinrich Wachs in petto haben. Im rechten Rückraum könnte Linkshänder Jannis Kothe (Kauffeld: Für 20 Minuten kann er uns helfen) Rechtshänder Vince Schmidt entlasten.

Trainer

Für Arnd Kauffeld wäre ein Derbysieg ein passendes Geburtstagsgeschenk, denn der ESG-Coach wird heute 50. Und kann dabei sowohl als (Zweitliga-) Spieler in Göttingen und Gensungen wie auch als Trainer bei Eintracht Baunatal sowie im Edertal (seit 2014) schon auf eine erstaunliche Karriere zurückblicken.

Gordon Hauer (50) lernte das Handballspielen im Internat des SC Magdeburg und schaffte es als Spieler ebenfalls in die 2. Liga (in Eisenach). Vellmar (2004 bis 2011, seit November 2017) ist seine vierte Trainerstation.

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