Handball-Oberliga

Gensungen/Felsberg rührt gegen Babenhausen Beton an und gewinnt 39:24

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Im Mittelblock eine Wand und aus dem Rückraum nicht zu bremsen: Gensungens Franco Rossel (l.), der sich hier gegen zwei Babenhausener durchsetzt. 

Gensungen - Die ESG Gensungen/Felserg ließ gegen Babenhausen nichts anbrennen und landete im vierten Saisonspiel der Handball-Oberliga den dritten Sieg.

„Einer geht noch rein“, sorgte der Hallensprecher kurz vor Schluss noch mal für Stimmung in der Gensunger Kreissporthalle. Die 400 Zuschauer erhoben sich, versuchten den 40. Treffer herbei zu klatschen. Der fiel nicht mehr, was der Begeisterung auf den Rängen aber keinen Abbruch tat. Denn beim 39:24 (19:13)-Erfolg der ESG Gensungen/Felsberg gegen RW Babenhausen hatte der heimische Handball-Oberligist besonders nach der Pause seine Fans durchaus mit einigen spektakulären Aktionen verwöhnt.

Die Kür, nachdem die Pflicht erfüllt war. Die bestand darin, den einzigen ernsthaften Widerstand des Gastes zu brechen. Bis zum 10:5 (15.) war dieser chancenlos, als seine Angriffe am Edertaler Abwehrbollwerk zerschellten und die ESG einen Tempogegenstoß nach dem anderen lief. Das ging so leicht von der Hand, dass die Versuchung, den Gegner zu unterschätzen und selbst einen Gang runter zu schalten, wohl zu groß war. Flugs kamen die Südhessen heran (auf 10:8) - das einzige und letzte Mal. Denn die Gensunger Defensive hörte die Signale (von Trainer Kauffeld), rührte erneut Beton an und schickte seine Umschaltspezialisten auf die Reise. Als sich dann auch noch der eingewechselte Janis Kothe mit drei Treffern effektvoll einführte und Schlussmann Lauterbach fast mit dem Halbzeitpfiff zum 19:13 ins leere Babenhausener Tor traf, bahnte sich bereits zur Pause die Vorentscheidung an. Die danach dann auch nicht lange auf sich warten ließ, weil sich die Gastgeber keinen weiteren Hänger erlaubten.

Trainer Kauffeld zufrieden

Drum hatte Arnd Kauffeld denn auch „viel Gutes“ bei seiner Mannschaft gesehen. Ein sich ergänzendes Torwartgespann, wobei ein starker Marc Lauterbach den Boden für einige spektakuläre Paraden von Lukas Voß bereitete (u.a. eine Fußabwehr als Vorlage für Benedikt Hütt zum 30:19). Eine Abwehr, der die Justierungen des ESG-Trainer gut getan haben. „Wir verstehen uns blind“, begründete Franco Rossel die überragende Leistung des neuen Mittelblocks mit Christoph Koch, an dem sich der RW-Rückraum die Zähne ausbiss. Dass Maik Gerhold deshalb auf die Halbposition der 6:0-Deckung rücken musste, scheint sich auszuzahlen. „So kann ich einen Tick früher loslaufen“, sagt der Kreisläufer, der liebend gern Gegenstöße läuft. Und so seinem Drang noch wirkungsvoller nachgeben kann.

Neuzugang Max Bieber ließ sich nach seiner frühzeitigen Einwechslung zu einigen kunstvollen Anspielen an den Kreis und zwei Toren aus dem Rückraum hinreißen. Und bewies damit, so sein Coach, „dass er seinen Platz in der Mannschaft gefunden hat“. Daran änderte auch Biebers Stürmerfoul (59.) nichts, als der Rückraumspieler etwas zu vehement das 40. Gensunger Tor erzielen wollte.

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