Handball-Oberliga

Gensungen mit breiter Brust nach Dotzheim

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Wieder „da“: ESG-Rückraumspieler Cornelius Feuring (l.), der die Erfolgsserie mit seiner Mannschaft fortsetzen will. 

Gensungen. Die ESG Gensungen/Felsberg steht trotz der eigenen Erfolgsserie beim Aufsteiger Dotzheim vor einer schweren Aufgabe.

„Wir haben einiges gut zu machen“, sagt Hans-Josef Embs. Und: „Wir werden im letzten Heimspiel des Jahres noch mal alles raus hauen.“ Ohne Zweifel eine Kampfansage des Trainers des TuS Dotzheim, die deutlich macht, was den heimischen Handball-Oberligisten Gensungen/Felsberg beim Aufsteiger (Sa. 19 Uhr) blühen könnte.

Revanchegelüste spielen für den 61-Jährigen keine Rolle. Obwohl er das letzte Duell mit den Edertalern „nie vergessen wird“. Der Grund: Die 32:33 (8:18)-Niederlage am letzten Spieltag der Saison 2016/2017 bedeutete den Abstieg, den Rechtsaußen During zehn Sekunden vor Schluss noch hätte verhindern können. Hätte er statt den Pfosten das Tor getroffen, wäre dieses das 33:33 gewesen - ein Remis, das zum Klassenerhalt gereicht hätte.

Mittlerweile ist dieser „Betriebsunfall“ repariert, Dotzheim mit Embs - seit neun Jahren beim TuS - in Hessens höchster Spielklasse zurück. Und wurde vor der Saison aufgrund spektakulärer Neuzugänge (u.a. Marc Teuner, Nicolas Robinson und Kenneth Furig) zu den Geheimfavoriten gezählt. Einer Rolle, die der Rückkehrer in den ersten fünf Spielen (8:2-Punkte) durchaus gerecht wurde. Dann verletzte sich Spielmacher Benedikt Seeger - und es ging abwärts. Der Tiefpunkt: die 23:27-Niederlage bei der MT Melsungen II, „als wir wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen aufgetreten sind“ (Embs).

Hoffnungsträger Feuring

Also verlangt der TuS-Coach gegen Gensungen eine „Reaktion“. Ausgerechnet gegen die Mannschaft, die zuletzt acht Siege in Folge einfuhr. Die Spielmacher Vince Schmidt indes einzuordnen weiß: „Klar reisen wir mit großem Selbstvertrauen an. Trotzdem können wir uns nicht darauf verlassen, das Spiel jedes Mal in der Schlussphase noch zu drehen.“ Wie gegen Pohlheim. Wie in Wettenberg.

Also gilt es für das Kauffeld-Team, von Beginn an „dominant“ aufzutreten. Einer der Hoffnungsträger ist Cornelius Feuring, der nach seiner Schulteroperation auf dem Weg zu alter Stärke ist. Und nun unbedingt mithelfen will, die Erfolgsserie fortzusetzen. In der Gewissheit, „dass wir immer zurück kommen können.“ Was diesmal, auch dank der Tore des Linkshänders, vielleicht gar nicht nötig sein wird. Trotz der Kampfansage der Gastgeber. 

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