Handball-Oberliga

Gensungen "ohne Vier", aber mit Rückkehrern Walther und Untermann zum Schlusslicht

+
Wieder im Anflug: Gensungens Jan-Hendrik Walther, der nach Ottos Ausfall auf di e Handballbühne zurück gekehrt ist. 

Der Tabellenerste beim Letzten: Die ESG Gensungen/Felsberg ist im Nachbarduell der Handball-Oberliga beim TSV Vellmar (So. 18) klar favorisiert.

Am 15. Februar feierte Jan-Hendrik Walther seinen Geburtstag. Und zwar mit einigen guten Freunden in der Gensunger Kreissporthalle. Eine runde Sache, denn auch seinen ehemaligen Mannschaftskameraden der ESG Gensungen/Felsberg ließen sich nicht lumpen und trugen einen souveränen 36:26-Erfolg gegen Münster zu den Feierlichkeiten bei.

Drei Wochen später stand der Linkshänder selbst wieder auf der Platte. „Das hätte ich mir nicht träumen lassen“, gesteht der 33-Jährige nach seinem unverhofften Comeback am letzten Spieltag gegen den TuSpo Obernburg (36:28). Auch im kommenden Nordhessen-Duell der Handball-Oberliga beim TSV Vellmar (So. 18 Uhr) baut ESG-Trainer Arnd Kauffeld auf den Rechtsaußen.

Der hatte nach 12 Jahren am Flügel der Edertaler nach der Saison 2017/2018 seinen tränenreichen Abschied erklärt - und war nun (wie zuvor Stephan Untermann für Christoph Koch) rückfällig geworden bzw. für den verletzten Jan Hendrik Otto (Abszess am Rücken) eingesprungen. „Um mitzuhelfen den Aufstieg über die Ziellinie zu bringen“, wie Jan-Hendrik Walther seine Motivation erklärt. Wobei über seinen Einsatz „von Spiel zu Spiel“ entschieden wird, je nachdem wie schnell Otto wieder fit wird.

Nach fünf Minuten im letzten Spiel könnte der Rückkehrer sich im kommenden etwas länger auf dem Parkett tummeln, hat er doch sein Training in dieser Woche intensiviert. Dabei sei die „Integration“ überhaupt kein Problem gewesen: „Es war so, als wäre ich nie weg gewesen.“

Die Erinnerung an die letzte Partie in Vellmar ist noch frisch. Weil die Gensunger in der Saison 2017/2018 mit 31:27 gewannen. Und weil ihm dabei ein „verrücktes Tor“ gelang. Einen langen, punktgenauen Pass von Torwart Lauterbach pflückte er aus der dritten Etage und versenkte den Ball nach einer sehenswerten Pirouette, bevor seine Füße wieder Land sahen. Atemberaubend.

Derbyfaktor in der Höhle des Löwen

Diesmal ginge es laut Trainer Kauffeld auch weniger kunstvoll, um mit einem Sieg den noch komfortablen Vorsprung auf die Verfolger zu wahren. Denn: „Die Ausgangsposition ist nicht ungefährlich.“ Im Duell des Ersten beim Letzten habe der Letzte als krasser Außenseiter nichts zu verlieren und könne dementsprechend frei aufspielen.

Dazu gesellt sich der Derbyfaktor in der Höhle des Löwen. Und neben Otto drei weitere Ausfälle: Benedikt Hütt, Christoph Koch und Vince Schmidt, der sich im letzten Spiel eine Sprunggelenksverletzung zuzog und mindestens drei Wochen pausieren muss. Arnd Kauffeld jammert nicht. Verweist auf zwei „Back-ups, die ich immer bringen kann“. Und auf Spieler wie Jannis Kothe, Maik Gerhold und Max Bieber, die durchaus in der Lage seien, noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

Sein Kollege Gordon Hauer, der in der kommenden Landesliga-Saison wohl als Sportlicher Leiter fungieren wird, muss dagegen „nur“ auf Fredrik Drönner verzichten. Von Nemanja Vukadinovic haben sich die Vellmarer getrennt, seinen Part im rechten Rückraum hat schon seit einigen Spielen Max Staubesand übernommen, der vielleicht am besten den spielerischen Aufwärtstrend beim Schlusslicht widerspiegelt.

Für den gab‘s zuletzt „viel Lob vom Gegner, aber keine Punkte“ (Hauer), so dass es bisher beim einzigen Saisonsieg in Breckenheim (34:28) geblieben ist. Lob gäb‘s bei einer ansprechenden Leistung sicherlich auch vom nordhessischen Nachbarn. Umso bereitwilliger, wenn der die Punkte wie erhofft mitnehmen könnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.