Handball-Oberliga

Gensungen selbstbewusst, aber auch wachsam vor Klassiker gegen Pohlheim

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Gensungens „Edeljoker“: Spielmacher Benedikt Hütt, der indes hofft, dass die Edertaler gegen die HSG Pohlheim die Partie über 60 Minuten dominieren.  

Gensungen. Mit der Empfehlung von sieben Siegen in Folge geht die ESG Gensungen/Felsberg in den Oberliga-Klassiker gegen die HSG Pohlheim (Sa. 19.30 Uhr).  

Sie haben‘s schon wieder getan. Den Gastgeber erst mal ziehen lassen, angesichts eines komfortablen Vorsprungs in Sicherheit gewogen und dann mit einer fulminanten Aufholjagd eiskalt erwischt, die jeweils in einen rauschenden Auswärtserfolg mündete. „Eine heiße Nummer“ sagt Benedikt Hütt über das letzte Husarenstück der ESG Gensungen/Felsberg beim 29:25 in Wettenberg, nachdem die Mittelhessen nach 33 Minuten noch mit 17:10 führten.

Einer der Matchwinner des heimischen Handball-Oberlogisten: der Regisseur selbst, der in der zweiten Halbzeit mit seiner umsichtigen Spielführung entscheidend an der Wende beteiligt war. Und der sich nun vor dem kommenden Heimspiel gegen die HSG Pohlheim (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen) nichts sehnlicher wünscht, „als dass wir mal ein Spiel von Anfang an dominieren.“

Kein leichtes Unterfangen, denn die Mittelhessen kommen in dieser Saison als „Wundertüte“ daher, „die uns, wenn sie gut drauf ist, durchaus weh tun kann“ (Hütt). Gut drauf waren die Dapper-Schützlinge zuletzt nicht, reisen mit der Hypothek von drei Niederlagen in Folge an. „Wir konnten unsere Personalprobleme nicht kompensieren“, bekennt Trainer Dapper. Besonders nicht im Angriff, wo die verletzten Florian Niclas, Thimo Wagner und Nikolas Happel am meisten vermisst wurden. Nur drei Teams haben bisher weniger Treffer als die HSG erzielt, die vor der Saison zum Kreis der Aufstiegskandidaten zählte. Obwohl der Rückraumlinke Maximilian Rühl trifft wie eh und je (bisher 78 Saisontore), allerdings auch schon mal zum Alleinunterhalter im Pohlheimer Angriff mutiert, dem es besonders über Außen an Durchschlagskraft mangelt. „Gensungen ist klarer Favorit“, sagt daher Jens Dapper vor dem Oberliga-Klassiker.

Zwei starke Spielmacher 

Seine Hoffnung: „Die inkonstanten Phasen der Gensunger zu verlängern.“ Dann könnte allerdings wieder Benedikt Hütt auf den Plan treten, der „Joker“, den Trainer Arnd Kauffeld in der Hinterhand hat. Dass er zunächst einmal auf Vince Schmidt auf der „Mitte“ setzt, hat damit zu tun, dass die ESG über zwei starke Spielmacher verfügt, beides Freigeister mit viel Tordrang, von denen der eine (Hütt) berufsbedingt nur eingeschränkt trainieren kann.

„Eine schwierige Rolle“, wie Benedikt Hütt, der dienstälteste Gensunger, bekennt. Dem Straßenhandballer, dem es, so sagt der 31-Jährige, „richtig schwer fällt“ von der Bank aus dem Treiben seiner Mannschaft zuzugucken. Der aber meist sofort voll „da“ ist, wenn er ran muss. Und gerade auch in schwierigen Situationen den Überblick behält. Die es trotz alledem gegen Pohlheim zu vermeiden gilt.

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