Junges Team von Eintracht Böddiger braucht Zeit

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Gemeinsam für Eintracht Böddiger am Ball: (von link) die Neuzugänge Sabrina Weiß, Antonia Gondermann, Emilie Giese, Fiona Eberhardt und Trainerin Lena Hildebrandt. 

Böddiger. In der abgelaufenen Spielzeit konnten sich die Oberliga-Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sichern. Auch diese Saison dürfte das Team von Trainerin Lena Hildebrandt um den Ligaverbleib kämpfen.

Mit der wurfstarken, drittliga-erfahrenen Linkshänderin Sabrina Weiß (Körle/Guxhagen) sowie den Talenten Fiona Eberhardt, Emilie Giese (Dittershausen) und Antonia Gondermann (Kirchhof II) hat der Eintracht-Kader deutlich an Breite gewonnen. Dafür tritt Oberliga-Torschützenkönigin Christin Schene (236 Treffer) in der kommenden Saison kürzer. „Sie steht uns zur Verfügung, wird aber nicht mehr in der ersten Sieben spielen“, erklärt Hildebrandt.

Im Angriff muss Anne Kühlborn, die schon in der abgelaufenen Saison überzeugte, nun noch mehr Verantwortung übernehmen. Vor allem aber hinterlässt Schene in der 5:1-Abwehrformation in der Mitte eine große Lücke. Welche Spielerin diese Rolle ausführen wird, ist offen. Im Training hat die junge Eberhardt vielversprechende Ansätze gezeigt. Katrin Benda könnte dort ebenfalls verteidigen. Dann könnten Eberhardt oder Nora Minhöfer vorgezogen in der Deckung agieren.

5:1-System bleibt gesetzt

In der Defensive setzt Hildebrandt erneut auf ein 5:1-System. Handlungsbedarf besteht in der Offensive, wo die Eintracht-Trainerin mehr Tempo sehen will. Hier hat sich Linkshänderin Weiß bereits eingelebt, die vielversprechend mit den Kreisläuferinnen Sina Diehling und Nora Minhöfer zusammenspielt. „Sie hat einen guten Wurf und ein gutes Auge“, lobt Hildebrandt den Neuzugang. Dennoch sieht die Eintracht-Trainerin noch einigen Handlungsbedarf. „Wir brauchen Zeit“, sagt Hildebrandt, die über ein ziemlich junges Team verfügt.

Profitieren sollen die Edertalerinnen aber auch von den Erfahrungen der abgelaufenen Saison, in der junge Spielerinnen wie Feliz Eren, Nora Minhöfer und Sophie Wagner, die zudem Talent als Leichtathletin für die MT Melsungen bewiesen hat, eine vielversprechende Entwicklung hingelegt haben. „Wir dürfen nicht mehr so schnell nervös werden“, sagt die Eintracht Trainerin und betont: „Einstellung, Aggressivität und Tempo müssen stimmen.“ Dann könnte dem Team aus dem heimischen Weinbaugebiet eine ähnlich nervenaufreibende Spielzeit wie zuletzt erspart bleiben.

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