Handball-Oberliga der Männer ist ausgeglichen wie nie

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Unter die erste Fünf: Arnd Kauffeld (Gensungen).

Schwalm-Eder. Kann die ESG Gensungen/Felsberg in den Titelkampf eingreifen? Und: Schafft die MT Melsungen II nach dem Wiederaufstieg auch den Klassenerhalt? Das sind, aus heimischer Sicht, die zentralen Fragen vor der kommenden Saison in der Handball-Oberliga.

„Das wird eine spannende Saison“, prognostiziert MT-Trainer Georgi Sviridenko, „oben wie unten.“ Unten komme es für seine Mannschaft darauf an, „sich so schnell wie möglich in der neuen Klasse zu akklimatisieren“, um mit einem guten Start die Grundlagen für einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu schaffen. Mit Neuzugang Adam Kiss sowie Arjan Haenen, Ex-Bundesliga-Spieler und Co-Trainer der ersten Mannschaft im Oberhaus, geplant für den rechten Rückraum, hat der Neuling erfahrene Kräfte hinzugewonnen. Und damit die Lehren aus der Abstiegssaison 16/17 gezogen, als dem Team die nötige Nervenstärke fehlte.

In der Liga bleiben: Georgi Sviridenko (MT II).

Mindestens drei Konkurrenten müssen die Bartenwetzer hinter sich lassen. Kein leichtes Unterfangen angesichts eines bärenstarken Mit-Aufsteigers TuS Dotzheim, der sich hochkarätig verstärkt hat (u.a mit Marc Teuner von TV Groß-Umstadt sowie den Wiesbadenern Nicolas Robinson und Kenneth Fuhrig). Außerdem ist die Klasse nach dem Aufstieg der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen in die 3. Liga auch durch die jeweiligen Wechselaktivitäten leistungsmäßig zusammen gerückt. „Ausgeglichen wie lange nicht mehr“, beschreibt Johannes Wohlrab, als Trainer von Kleenheim nach Hüttenberg gewechselt, Hessens höchste Spielklasse.

Keine Über-Mannschaft

Kirchzells Übungsleiter Andreas Kunz stellt fest: „Es gibt diesmal keine Übermannschaft.“ Und damit einen Kreis von Meisterschaftsanwärtern, wobei der Tabellenvierte der letzten Saison als einer der heißesten Aufstiegskandidaten gehandelt wird. „Kirchzell hat eine stabile Rückrunde gespielt und eine ziemlich eingespielte Mannschaft“, begründet Axel Spandau von der HSG Wettenberg, selbst keineswegs ambitionslos, seinen Tipp. Ebenfalls auf dem Zettel hat er wie die meisten seiner Kollegen die ESG Gensungen/Felsberg: „Der Weg in die 3. Liga führt nur über diese beiden Teams.“

Arnd Kauffeld, Trainer der Edertaler, bestätigt mit seinem Saisonziel - ein Platz unter den ersten Fünf - den Ehrgeiz, im sechsten Jahr nach dem Drittliga-Abstieg endlich mal oben mitmischen zu können. Dafür spricht eine positive Wechselbilanz („Wir haben Qualität hinzugewonnen“), dagegen, „dass uns eine absolute Siegermentalität noch fehlt.“ Außerdem: „Auch die Konkurrenz hat ihre Hausaufgaben gemacht.“ Gemeint sind seine Aufstiegsfavoriten Offenbach, Kleenheim und natürlich Kirchzell, wohin die Reise gleich am ersten Spieltag (Sa.) geht.

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