Handball-Oberliga

MT Melsungen II glänzt nach 5:11-Rückstand mit furioser Aufholjagd zum 27:23 gegen Dotzheim

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Einer von fünf erfolgreichen Abschlüssen: MT-Linksaußen Nino Jedinak lässt TuS-Torwart Robinson keine Chance.  

Melsungen. Die MT Melsungen II schöpft nach dem 27:23-Erfolg gegen den TuS Dotzheim wieder Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga.

Als 20 Minuten gespielt waren und der TuS Dotzheim auf 11:5 davonzog, gab es wenig Argumente, um auf einen Sieg der MT Melsungen II zu setzen. Zwischen der sechsten - da stand es noch 3:0 für die Gastgeber- und der 21. Minute hatte sich der heimische Oberligist gegen den TuS Dotzheim in der Stadtsporthalle seine schwache Viertelstunde genommen und alles falsch gemacht, was eine Handballmannschaft falsch machen kann. Aber dann zeigte die Formkurve wieder ganz steil nach oben. Und nach 60 Minuten stand ein überaus wichtiger 27:23 (11:12)-Sieg zu Buche.

Georgi Sviridenko sah unmittelbar nach dem Spiel so aus, als wären ihm mehrere Steine vom Herzen gefallen. Der MT-Coach zeichnete seine Mannschaft mit einem Pauschallob aus - und hob zwei Akteure hervor: „Glenn Eggert war ein starker Rückhalt im Tor und Vlad-Alexandru Avram hat vor allem in der Abwehr enorm viel geleistet.“

Merlin Kothe stark

Der A-Jugendliche saß 13 Minuten auf der Auswechselbank und sah, dass sein Kollege Daniel Kocsis immer nur dann am Ball war, wenn er ihn aus dem Tornetz holte. Nicht immer hat in dieser Saison ein Torwartwechsel für Besserung gesorgt, aber diesmal trug er wesentlich zur Wende bei. Eggerts starke Quote - zehn Paraden bei nur 16 Gegentoren - war die Grundlage für die erfolgreiche Aufholjagd. Auch Avrams Auftritt war außergewöhnlich. Auf der ungewohnten halbrechten Abwehrposition hielt der Rechtsaußen seine mindestens 20 Zentimeter größeren Gegenspieler in Schach und stabilisierte so die Melsunger Deckung..

Eine Hauptrolle spielte erneut Merlin Kothe. Der Lohn für die starken Abschlüsse des Rückraumspielers vor der Pause: eine Manndeckung in der zweiten Hälfte. Den dadurch entstandenen Raum nutzte Nino Jedinak, der sich zunehmend geschickter in Szene setzte und seine fünf Treffer alle in den zweiten 30 Minuten erzielte.

Zudem profitierte das Melsunger Oberligateam von den Verstärkungen aus der A-Jugend. Nur dank der Talente Nikita Pliuto, Jona Gruber, Jonas Goßmann und Tomas Piroch war es möglich, die verletzungsbedingten Ausfälle von Max Pregler und Adam Kiss zu kompensieren.

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