Handball-Oberliga

MT Melsungen II im Nordhessen-Duell beim TSV Vellmar zum Siegen verdammt

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Kaum zu halten: Im Hinspiel erzielte MT-Rechtsaußen Vlad-Alexandru Avram (l.) sechs Tore. Ob ihn Frederik Drönner (TSV) diesmal stoppen kann? 

Im Nordhessen-Duell der Handball-Oberliga beim TSV Vellmar steht die Bundesliga-Reserve der MT Melsungen unter Druck.

Nach 17 Spielen haben sie schon 16 Punkte geholt, stecken aber trotzdem im Abstiegskampf. Und weil es in der Handball-Oberliga in dieser Saison schon viele Überraschungen gab, appelliert Melsungens Trainer Georgi Sviridenko an sein Team, den kommenden Gegner ernst zu nehmen. Vor dem Gastspiel der MT II beim Tabellenletzten TSV Vellmar (So. 18 Uhr Großsporthalle Vellmar) haben wir beide Nordhessen-Rivalen unter die Lupe genommen.

Bisherige Duelle

Das Hinspiel endete mit einem 32:23-Erfolg für die MT. Allerdings sah es bei der Vellmarer 9:4-Führung in der 20. Minute noch nicht so aus, als würde das Sviridenko-Team später so dominant auftreten. In der Saison 2016/17 waren die Rollen anders verteilt. Die MT verlor beide Spiele (33:34 sowie 22:29) und musste den Abstieg in die Landesliga in Kauf nehmen.

Ausgangsposition

Nur vier Punkte beträgt Melsungens Vorsprung auf den zwölften Rang, der nicht für den Klassenerhalt ausreicht. Angesichts des Restprogramms mit nur drei Heimspielen (u.a. gegen die Sptzenteams Dotzheim und Gensungen/Felsberg) ist die MT zum Siegen verdammt. Dagegen kommt der Vellmarer Aufwärtstrend wohl zu spät. Bei zehn Punkten Rückstand auf den rettenden elften Rang wäre der Klassenerhalt ein Wunder.

Kader

Georgi Sviridenko muss auf die verletzten Max Pregler und Nino Jedinak sowie auf die Spieler der A-Jugend verzichten. Vellmars Coach Hauer vermeldet dagegen: „Alle Mann an Bord.“

Taktik

Der MT-Coach lässt nach der knappen Vellmarer Niederlage gegen Pohlheim (32:33) die eigene Abwehrformation noch offen. Im Angriff wird viel davon abhängen, ob Merlin Kothe fit genug ist, um für Tore aus dem Rückraum zu sorgen. Ansonsten setzt er vor allem auf Eugen Gisbrecht, der gern die Außen und den Kreisläufer ins Spiel bringt. Gordon Hauer hat sich bereits für eine 6:0-Deckung entschieden und sieht im Angriff endlich Variationsmöglichkeiten, „weil wir bei der ersten und zweiten Welle inzwischen weniger technische Fehler machen.“ Darüber hinaus überzeugten Tim Räbiger, Max Staubesand und Vladimir Djuric zuletzt auch aus dem Rückraum.

Perspektive

Sollte das Sviridenko-Team den Klassenerhalt schaffen, wozu ein Sieg im Nordhessen-Duell sehr dienlich wäre, wird der Stamm der Mannschaft der MT wohl erhalten bleiben. Bisher hat nur Jona Gruber (ESG Gensungen/Felsberg) seinen Abschied angekündigt. Beim TSV Vellmar haben bereits zwölf Spieler für die kommende Saison zugesagt. Julian Lanatowitz wird sich der HSG Körle/Guxhagen anschließen.

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