Handball-Oberliga

Offensiv-Debakel von Eintracht Böddiger bei 19:25-Niederlage gegen Wettenberg

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Kein Durchkommen: Böddigers Christin Schene (am Ball) wird von Wettenbergs Stephanie Schön (links) und Janine Tafferner (rechts) gestoppt.

Böddiger. Das war gar nichts: Mit 19:25 (10:14) verloren die Oberliga-Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger gegen die HSG Wettenberg und verpassten einen großen Schritt Richtung gesichertes Mittelfeld.

„Ich bin absolut enttäuscht über diesen Auftritt“, sagte die sichtlich angefressene Eintracht-Trainerin Lena Hildebrandt.

Nach einem zerfahrenen Beginn, in dem Böddiger allein drei Gegenstöße vergab, brachte Anne Kühlborn die Edertalerinnen von der Bank kommend mit 8:6 (18. Minute) in Führung. Zuerst spielte die Rückraumspielerin Nora Minhöfer am Kreis frei. Im darauffolgenden Angriff schraubte sie einen Rückraum-Wurf direkt in den Winkel. Dann brachen die Felsbergerinnen jedoch unerklärlicherweise ein und fanden im Angriff keine Bindung mehr zum Spiel. „Es war, als hätten wir das Angriffsspiel komplett verlernt. Das war die schlechteste Offensivleistung der Saison“, ärgerte sich die Trainerin über die liegengelassenen Chancen von Kathleen Nepolsky und Co.

Von 6:8 zogen die Gäste, die nach dem plötzlichen Rücktritt von Trainer Thomas Schäfer von Kai Olbert und Lukas Becker (beides Spiele der Herrenmannschaft der HSG) betreut wurden, binnen sieben Minuten auf vier Tore davon (12:8). Dies verdankte Wettenberg vor allem Spielmacherin Rena Münch (6 Tore) die vor dem 6:0-Lauf in die Partie kam und die TSV-Abwehr um Fiona Eberhardt mit ihren Eins-gegen-Eins Aktionen mehrfach alt aussehen ließ.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Wettenberg spielbestimmend und zog auf 19:11 (39.) davon. Erst die Einwechslung der jungen Antonia Gondermann brachte neuen Schwung in die TSV-Offensive. Die Halblinke erzielte zwar nur einen Treffer, zog aber immer wieder mit viel Tempo Richtung Tor und der Rückraum um Christin Schene (7) konnte auf 16:19 (49.) verkürzen. Mehr war jedoch nicht drin. Die Eintracht agierte zu fahrig, machte technische Fehler und scheiterte zu oft an der starken Anna-Lena Habermehl (18 Paraden). „Wir hatten insgesamt 30 verkorkste Angriffe, so gewinnst nicht“, erklärte Hildebrand.(mm)

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