32:32 in Münster

Verlorener Punkt für die MT Melsungen II

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Sein Führungstreffer 13 Sekunden vor Schluss reichte nicht: MT-Rückraumspieler Tomas Piroch.

Ein Remis löst bei den Verantwortlichen meist zwiespältige Gefühle aus. Georgi Sviridenko, Trainer der MT Melsungen II, macht da nach dem 32:32 (15:17) des heimischen Handball-Oberligisten bei der TSG Münster keine Ausnahme.

Für den 56-Jährigen einerseits ein „verlorener Punkt“, weil seine Schützlinge das Spiel dank einer „geschlossenen Mannschaftsleistung im Angriff“ über weite Strecken dominiert hatten. Andererseits ließen die widrigen Umstände in der Schlussphase keinen Gästesieg zu.

Dabei hatte Rückraumspieler Tomas Piroch drei Minuten vor Schluss noch zum 29:31 getroffen. Doch dann griff der Referee ein. Mit Zeitstrafen für Jona Gruber (57:07), Max Pregler (59:07) und Aleandru Avram (59:49). So musste Melsungen die Partie in (doppelter) Unterzahl beenden. Die Folge: Bastian Schwarz und Marc Zelser glichen zum 31:31 aus. Und selbst auf Pirochs erneuten Führungstreffer 13 Sekunden vor Schluss hatten die Gastgeber noch eine Antwort: Benjamin Dautermann traf bei Sechs gegen Vier quasi mit dem Schlusspfiff.

„Ärgerlich, aber auch schwer zu vermeiden“ (Sviridenko). Wenn überhaupt, dann hätten die Melsunger in einer überlegen geführten ersten Hälfte entscheidend wegziehen können. Vier Pregler-Tore und eine bärenstarke 6:0-Deckung hatten ihnen eine schnelle 5:1-Führung beschert (6.), die die Bundesliga-Reserve aber nicht ausbauen konnte. „Wir haben einfach zu viele Chancen liegen lassen“, klagte der MT-Coach.

Selbst ein 7:12-Rückstand nach 18 Minuten schmeichelte den Gastgebern noch, die dann aber immer besser ins Spiel fanden. Besonders Jonas Höllebrand, der mit seiner Zweikampfstärke die TSG im Spiel hielt, deren Aufholjagd nach dem Wechsel durch das sechste Tor des Rückraumspielers gar in eine 20:19-Führung mündete.

Nun drehte MT-Spielmacher Jona Gruber auf. Und sein Team konterte zum 24:26 (46.) und 27:30 (55.). An der Vollendung des ersten Auswärtssieges konnte er aber nicht mitwirken, so dass sich Trainer und Mannschaft mit einem Punkt zufrieden geben mussten.

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