Handball-Oberliga

Viel Lob für Eggert, Kocsis und die Abwehr bei Melsunger Kantersieg

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Am Kreis stets gefährlich: Martin Reinbold, der fünf Treffer zum Melsunger Kantersieg beitrug. 

Melsungen – Spätestens seit gestern steht fest, dass die MT-Reserve in dieser Saison zu den Spitzenmannschaften der Handball-Oberliga zählen wird.

Nun gibt es zwar stärkere Gegner als die MSG Umstadt/Habitzheim, aber der 34:18 (17:9)-Sieg war so überzeugend und souverän herausgespielt, dass sogar der normalerweise sehr kritische Trainer Georgi Sviridenko nichts zu meckern hatte.

„Natürlich gibt es immer Kleinigkeiten zu verbessern, aber das fällt bei einem so klaren Sieg nicht ins Gewicht“, sagte der MT-Coach. Dagegen gab es ein Sonderlob für Torwart Glenn Eggert, dessen neun Paraden bei nur 15 Gegentoren für sich sprechen. Aber auch Daniel Kocsis, der in den letzten 17 Minuten zwischen den Pfosten stand, hatte mit fünf Paraden bei drei Gegentreffern eine prima Quote.

Auf die Vorderleute war ebenso ausnahmslos Verlass. Für die Qualität im Kader spricht beispielsweise, dass sich zehn der elf eingesetzten Feldspieler in die Torschützenliste eintrugen. „Die Breite unseres Kaders hat sich ausgezahlt“, sagte Sviridenko und freute sich darüber, dass kein Leistungsgefälle zu erkennen war. Eugen Gisbrecht, David Kuntscher und Julian Fuchs hatten zwar etwas weniger Spielanteile als manche Mitspieler, ließen aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie ebenfalls jederzeit in der Lage sind, auf hohem Niveau zu spielen.

So wurde früh deutlich, welche Mannschaft als Sieger das Parkett der Stadtsporthalle verlassen würde. Das 3:2, das Kothe in der sechsten Minute erzielte, war die erste Melsunger Führung. Von da an bauten vor allem Martin Reinbold (insgesamt fünf Tore), Max Pregler (4), Ole Pregler (4) und Kothe selbst (5) die Führung kontinuierlich aus. So glänzte die MT beispielsweise von der fünften (1:2) bis zur 15. Minute (10:4) mit tollen zehn Minuten, die schon die Vorentscheidung brachten.

Wer trotzdem ein Haar in der Suppe gesucht hat, der ist beim Auslassen einiger klarer Torchancen fündig geworden. Dafür funktionierte die Abwehr annähernd perfekt. Meistens bildeten Jona Gruber und Max Pregler den Mittelblock und hielten zusammen mit ihren ebenfalls aufmerksamen Mitspielern die Gästespieler häufig so lange in Schach, bis das angezeigte Zeitspiel einen unvorbereiteten Abschluss nötig machte.

In den kommenden Wochen werden zwar schwerere Aufgaben auf das Sviridenko-Team zukommen, aber das gesteigerte Selbstvertrauen lässt die MT-Akteure optimistisch in die nähere Zukunft blicken.

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