Handball-Oberliga

Zum Auftakt ein Spitzenspiel für die ESG Gensungen/Felsberg

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Jannis Kothe

Gensungen/Bruchköbel – Es hätte im Verlauf der Saison durchaus als Spitzenspiel durchgehen können. Schließlich treffen mit der SG Bruchköbel und der ESG Gensungen/Felsberg (So. 17 Uhr) zwei vermeintliche Aufstiegsaspiranten aufeinander.

Doch da sich ihre Wege bereits am ersten Spieltag kreuzen, gibt das Duell zumindest tabellarisch dieses Attribut (noch) nicht her. Was an dessen Brisanz indes wenig ändert.

Gesteigert noch dadurch, dass der Drittliga-Absteiger seine Kaderplanung keineswegs abgeschlossen hat. Mit Jozip Kezic (vom tschechischen Erstligisten Nove Veseli) wurde in dieser Woche ein neuer, wurfstarker Halblinker verpflichtet. Ein weiterer Neuzugang (es wäre der elfte) ist im Gespräch, nachdem vom Stamm ursprünglich nur noch die rechte Seite mit Sergej Zutic und Milos Kreckovic sowie Torwart Mike Bätz übrig blieben. „Ein starkes Gerüst“, meint ESG-Trainer Kauffeld. Und bezieht drei prominente Verstärkungen der Südhessen mit ein: Rückkehrer Jannik Hoffmann (Kreis), der allerdings angeschlagen ist (Patellasehne), Ivic Simic, talentierter Torwart von RK Split und Hrvoje Batinovic vom Drittligisten Groß-Bieberau.

„Er soll die Mannschaft zusammen mit Jannik Hoffmann leiten“, beschreibt Kazimir Balentovic, Sportlicher Leiter der SGB, die Mission des 32-jährigen Kroaten, der mit Zagreb einst Champions League spielte, 2012 zum Nationalkader zählte und in Duderstadt zum Oberliga-Torschützenkönig avancierte. Allerdings als Linksaußen, während dem „Schlitzohr“ in Bruchköbel die Spielmacherposition anvertraut wird. Durchaus mit der Maßgabe, die Mannschaft spätestens in der nächsten Spielzeit zurück in die 2. Liga zu führen.

Bruchköbel mit hochkarätigen Verstärkungen

Die kommende dient laut Balentovic als Orientierungssaison: „Bis Weihnachten werden wir schauen, ob und wo wir noch nachbessern müssen, um danach angreifen zu können.“ Was den Ehrgeiz für den Saisonauftakt keineswegs schmälert. „Bei uns wird jeder brennen“, verspricht er. Natürlich hat Arnd Kauffeld großen Respekt vor der individuellen Stärke des Gastgebers. Weiß aber auch, dass er auf ein eingespieltes, auswärtsstarkes Team bauen kann, das die Vorbereitung mit einer gelungenen Generalprobe - ein 38:23-Sieg beim Landesligisten HSG Fuldatal/Wolfsanger - abschloss.

Sehr zur Zufriedenheit des ESG-Trainers, der sich über ein „gut strukturiertes Angriffsspiel“ genauso freute wie über eine kompakte Abwehr (mit Franco Rossel im Mittelblock für den noch verletzten Jannis Kothe). Auf die wird es in Bruchköbel vor allem ankommen, auch um das eigene Konterspiel über die erste und zweite Welle zu forcieren. Denn schnelle und leichte Gegentore dürften dem neu formierten SG-Team besonders wehtun. Egal wer kurzfristig noch dazu kommt. 

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