Böddiger zittert weiter

SG 09 Kirchhof II als Vierter der Oberliga so stark wie nie

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Torschützenkönigin: Kirchhofs Deborah Spatz empfahl sich mit 118 Treffern für höhere Aufgaben. 

Die Saison in der Handball-Oberliga der Frauen ist infolge der Corona-Epidemie vorbei. Was bleibt, ist eine denkwürdige Spielzeit – mit einigen Kuriositäten und vielen Fragezeichen.

Aufstieg

Die HSG Lumdatal ist die Überraschung der Saison. Der Oberliga-Neuling steht an der Tabellenspitze, punktgleich mit dem TuS Kriftel und darf aufgrund des besseren Torverhältnisses die Meisterschaft feiern. Der direkte Vergleich fällt hier aus. Das Hinspiel endete 27:27. Das Rückspiel fiel dem Saisonabbruch zum Opfer. Unklar bleibt, ob die Südhessen in die 3. Liga gehen. Bisher hat sich der Verein nicht geäußert. Der Zweitplatzierte Kriftel hat bereits abgewunken, auch die TSG Oberursel hegt keine Aufstiegsambitionen.

Absteiger

Auch hier ist die Situation unklar. Fakt ist: die beiden Neulinge HSG Hoof/Sand/Wolfhagen und TGB Darmstadt steigen ebenso wie die HSG Weiterstadt in die Landesliga ab. Zittern muss hingegen Eintracht Böddiger. Denn dadurch, dass zur Zeit mit der TSG Ober-Eschbach und der HSG Rodgau Nieder-Roden zwei hessische Vertreter auf den Abstiegsplätzen der 3. Liga rangieren, müssten vier Teams die Oberliga verlassen. Sollte der Deutsche Handballbund (DHB) den Spielbetrieb der 3. Liga für beendet erklären, wäre die Eintracht ebenfalls abgestiegen. Und könnte maximal noch von einem Rückzug profitieren (siehe Hintergrund).

Heimische Vertreter

Die SG 09 Kirchhof II schloss auf dem vierten Platz ab – die beste Oberliga-Platzierung seit dem Aufstieg 2017. Dabei zeigte das Team mitunter richtig starke Leistungen, rangierte zwischenzeitlich an der Tabellenspitze und geriet trotz der Ausgeglichenheit der Liga nie in Abstiegsnöte. Herausragend agierte die Halblinke Deborah Spatz, die sich mit 118 Treffern auch die Torjägerkrone sicherte. Nur eine Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg verhinderte eine noch bessere Platzierung.

Eintracht Böddiger hingegen spielte eine durchwachsene Saison. Starken Leistungen wie den Heimsiegen gegen Oberursel und Kriftel standen mitunter frustrierende Darbietungen gegenüber. Insbesondere in den beiden Begegnungen gegen Aufsteiger Hoof, die jeweils verloren gingen, enttäuschte das Team aus dem Weinanbaugebiet. Zu abhängig war die Mannschaft dazu von den Leistungsträgerinnen Anne Kühlborn und Vilte Duknauskaite. Nach zwölf Jahren im hessischen Oberhaus droht nun der Abstieg.

Zahlen und Fakten

In der Zuschauertabelle rangiert das Juniorteam an der Spitze. Im Schnitt besuchten 113,4 Zuschauer die Spiele der Zweitliga-Reserve, womit sie die Hoof (109,6) und Oberursel (106,4) auf die Plätze verweist. Durchschnittlich besuchten rund 90 Zuschauer die Spiele der Oberliga.

Diese sahen in 18 Spieltagen 5637 Tore. Die meisten Treffer fielen beim 38:34 zwischen Hoof und Weiterstadt. Die meisten Zeitstrafen kassierte Darmstadt. Im Schnitt verbrachten die Spielerinnen der Südhessinnen rund acht Minuten pro Partie auf der Strafbank. Die meisten Zeitstrafen kassierte Bensheims Nina Rädge, die insgesamt 66 Minuten zusehen musste.

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