Handball

TSV Eintracht Böddiger geht in die 13. Oberliga-Saison

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Rocsana Negovan

Jetzt steht es fest: Die Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger gehen auch in der kommenden Saison in der Oberliga an den Start. Und damit in ihre 13. Saison in Hessens höchster Spielklasse.

Weil die Eintracht einen personellen Umbruch bewältigen muss, hatten die Verantwortlichen des Vereins auch einen Neuanfang in der Landesliga in Betracht gezogen. Doch das Thema ist nun vom Tisch. „Wir haben viele junge Spielerinnen, die doch sehr gerne Oberliga spielen wollten“, sagt die neue TSV-Trainerin Rocsana Negovan. Und: „Die Mädchen wissen, was sie wollen. Das macht mich auch stolz.“

Die 43-Jährige, die 1995 mit der rumänischen U 20-Auswahl Weltmeisterin wurde, trainierte die Eintracht bereits zwischen 2011 und 2015. Und steht nun vor der Aufgabe des Neuaufbaus. Am 2. Juni ist die Mannschaft in die Vorbereitung gestartet, wobei zunächst Ausdauer- und Krafttraining im Fokus standen. Notgedrungen, denn angesichts der Corona-Pandemie war ein Training in der Halle bisher nicht möglich.

Gespräche mit potenziellen Neuzugängen wurden bereits geführt. Gesucht wird eine Linkshänderin und Verstärkung für den Rückraum. Angesichts der Abgänge von Vilte Weinrich (ehemals Duknauskaite) und Sabrina Lizan steht den Edertalerinnen mit Anne Kühlborn nur noch eine gelernte Rückraumspielerin zur Verfügung. Ob die Halblinke Christin Schene, die vor zwölf Jahren zum Aufstiegsteam gehörte, nach ihrem Kreuzbandriss auch in der kommenden Saison für die Eintracht auf Torejagd gehen wird, ist fraglich.

Die Felsbergerinnen hatten 2008 unter der damaligen Trainerin Margret Schmidt den Sprung aus der Landesliga in die Oberliga geschafft. Dabei verfügte der TSV über zahlreiche Talente wie die spätere Bundesliga-Spielerin Jana Pollmer. Nach einer starken Premierensaison fehlten der Eintracht nur drei Punkte zum Durchmarsch in die Regionalliga. In 12 Jahren Oberliga gehörte Böddiger meist zu den Spitzenteams der Klasse, in der Saison 2014/15 feierte das Team die Vizemeisterschaft. Eine vergleichbar lange Ligazugehörigkeit können nur der TV Hüttenberg und Walldorf aufweisen.

Nachdem die Mannschaft in den vergangenen Spielzeiten immer wieder Leistungsträgerinnen abgeben musste, wird es auch in der 13. Oberliga-Saison vor allem um den Klassenerhalt gehen. Mit Kirchhof II, Hoof/Sand/Wolfhagen und der Drittliga-Reserve von Germania Fritzlar stehen für die neue Serie einige interessante Nordhessenderbys bevor. 

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