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Heimkehrer Kilian Matchwinner der SG im Derby

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Von: Gerd Brehm

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Torschützen unter sich: Yannik Grenzebach (l.) und Mario Kilian entschieden das Derby gegen den Melsunger FV zugunsten der SG Brunslar/Wolfershausen.
Torschützen unter sich: Yannik Grenzebach (l.) und Mario Kilian entschieden das Derby gegen den Melsunger FV zugunsten der SG Brunslar/Wolfershausen. © Richard Kasiewicz

Das Gruppenliga-Derby zwischen der SG Brunslar/Wolfershausen und dem Melsunger FV wurde von einem Heimkehrer entschieden.

Brunslar – Die Geschichte ist kitschig, aber wahr. Mario Kilian stammt aus Wolfershausen, verbrachte den größten Teil seiner bisherigen Fußballer-Karriere beim Melsunger FV, kehrte zu seinem Stammverein zurück, wurde zunächst von dem Virus und dann von einer Knieverletzung gestoppt und durfte nun im Trikot der SG Brunslar/Wolfershausen gegen seinen Ex-Klub die Hauptrolle spielen. Beim 3:1-Sieg der SG erzielte der heimgekehrte verlorene Sohn zwei Tore selbst und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Kilian konnte kaum glauben, wie ihm geschah. „Ich bin überhaupt nicht fit und war in der zweiten Halbzeit richtig platt, aber den Umgang mit dem Ball verlernt man offenbar nicht“, sagte der Matchwinner. Beim 1:0 (5.) verwandelte er ein präzises Zuspiel von Fabian Tippel aus der Nahdistanz. Dem 2:0 (59.) entsprang ein verwandelter Foulelfmeter und das 3:0 (67.) erzielte Yannik Grenzebach nach einer Kilian-Ecke. Das 3:1 von Nils Schöneberg war nur Ergebniskosmetik.

Entsprechend bedient Peter Wefringhaus. „Nun muss ich mich selbst hinterfragen, denn wenn eine Mannschaft erst nach einem 0:3-Rückstand den Kampf annimmt, dann hat vielleicht auch der Trainer einen Fehler gemacht“, kritisierte der Melsunger Coach seine Schützlinge und sich selbst.

Sein Gegenüber durchlebte das Kontrastprogramm. „Ich könnte heulen vor Glück“, stammelte Timo Rudolph. Der SG-Trainer lobte vor allem den leidenschaftlichen Einsatz seiner Mannen, den Wefringhaus bei seinem Team so sehr vermisst hatte.

Dabei hatten die Bartenwetzer schon vor Kilians erstem Treffer eine Großchance, aber Maximilian Körbel schob eine Flanke von Ivan Durdek in die Arme von SG-Torwart Clas Beuscher. Später hätten erneut Kördel und Kevin Koch Tore schießen müssen, aber es fehlten Wille und Leidenschaft.

In den ersten 20 Minuten ließen die Melsunger Ball und Gegner laufen, tauchten oft in Strafraumnähe auf, aber überboten sich dann an Harmlosigkeit. Insofern genoss Beuscher einen geruhsamen Nachmittag. Deshalb gab es keinen Zweifel: Es war ein verdienter Sieg der SG Brunslar/Wolfershausen.

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