Hessenliga

Besse vom Aufstieg überrascht - Sebastian Pfaff und Kazimierz Wiszowaty überragen

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Manfred Pfaff, TSV-Teamchef

Durch die vorzeitige Beendigung der Saison in der Tischtennis-Hessenliga blieb dem TSV Besse die Aufstiegsrelegation erspart.  Der plant nun für die Oberliga.

Ein Aufstieg mit hohem Überraschungsfaktor. „Dass wir plötzlich Hessenliga-Meister sind und in die Oberliga aufsteigen können, kam schon sehr unerwartet“, bekennt Andreas Otto, Abteilungsleiter des TSV Besse. Dem die Entscheidung des Tischtennisverbandes, die Saison vorzeitig zu beenden, durchaus in die Karten spielte. Dadurch blieben die Edermünder nämlich als Tabellenführer (30:2-Punkte) vor dem Titel-Kontrahenten NSC Watzenborn/Steinberg (28:0).

Gegen die starken Mittelhessen musste der TSV zuhause mit 5:9 die einzige Saison-Niederlage einstecken. Ansonsten räumten Sebastian Pfaff und Co alles ab. Nur zweimal wurde es eng: In der Hinrunde beim 9:7-Erfolg gegen Aufsteiger TTC Lieblos und in der Rückrunde beim 9:7-Zittersieg in Felsberg. „Im Derby waren wir völlig von der Rolle, obwohl wir fast in Bestbesetzung waren waren“, gestand Teamchef Manfred Pfaff. Immer darauf bedacht war, je nach Spielstärke des Kontrahenten die richtige personelle Mischung zu finden. Auch um das eigene Budget sinnvoll einzusetzen. Was gut gelang.

12:0-Punkte in der Rückrunde

Ein Extralob gab es für Neuzugang Kazimierz Wiszowaty. Ein Volltreffer, der alle seine 13 Einzel gewann. Dessen polnische Landsleute Mateusz Kaszuba (14:9) und Kacper Malinowski (11:8) hatten neben guten auch einige weniger überzeugende Auftritte dabei. Erfreulich die Entwicklung von Eigengewächs Leon Wicke, der mit 12:5-Siegen im unteren Paarkreuz zuverlässig punktete. Was gleichfalls für die Routiniers Peter Beck (16:7) und Dirk Mayer (12:6) gilt. Als Joker sprang Stas Blumhardt (4:1) ein und wenn Not am Mann war auch Routinier Klaus Lückemann (1:3).

An der Spitzenposition gab Sebastian Pfaff mit 20:9-Siegen die Marschrichtung vor und bildete an Mayers Seite mit 12:1-Bilanz ein starkes Spitzendoppel. Auch Beck/Wicke (10:4) und Malinowski/Kaszuba (6:3) harmonierten.

So kamen die Besser fast immer positiv aus den Doppeln heraus - außer gegen den Titelrivalen Watzenborn, der damit die Herbstmeisterschaft sicherte. „Da war ich mir sicher, dass wir den Aufstieg nur noch über die Relegation packen könnten,“ blickt Andreas Otto zurück. Doch in der Rückrunde legten die Bessser 12:0-Punkte vor und überholten den NSC, der bis zum Abbruch nur acht Zähler sammelte. Nach der Relegations-Absage nun aber ebenfalls aufsteigt. „Alles andere wäre ungerecht gewesen“, betont Kapitän Pfaff.(zrh)

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