Schwaab sorgt für Erlösung

Zittersieg für TuS Viktoria Großenenglis gegen TSV Pilgerzell

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Hoch das Bein: Pilgerzells Leonie Worch (l.) gibt hier alles gegen Johanna Pospich (Mitte) und Rojin Balica von der Viktoria. 

Daniel Wettlaufer schrie seine Freude lauthals heraus. Der Abpfiff war eine Erlösung für den Co-Trainer und für Frauenfußball-Hessenligist TuS Viktoria Großenenglis. Denn beim 2:1 (0:0)-Erfolg, dem ersten Saisonsieg im ersten Heimspiel, gegen Aufsteiger TSV Pilgerzell mussten die Gastgeberinnen lange zittern.

Erst in der Schlussphase war es einmal mehr Jana Schwaab, die den wichtigen dreifachen Punktgewinn sicherstellte. Eigentlich war die beste Viktoria-Angreiferin über die gesamte Spieldauer von den zweikampfstarken TSV-Innenverteidigerinnen Leonie Reinhard und Juliane Neugebauer abgemeldet.

Doch eine klasse Torjägerin zeichnet sich dadurch aus, dass im Zweifel eine Chance ausreichend ist. Dies tat Schwaab, als sie mit einer feinen Einzelaktion drei Gegenspielerinnen stehen ließ und im Strafraum mit einem platzierten Schlenzer Torfrau Lorena Herbert überwand (84.). „Es war kein gutes Spiel von mir. Umso schöner, dass ich der Mannschaft trotzdem zum Sieg verhelfen konnte“, freute sich Schwaab.

Der Siegtreffer der 20-Jährigen hatte sich nicht abgezeichnet. Stattdessen schienen die Gäste nach dem 1:1 durch Magdalena Krug dem Auswärtserfolg näher zu sein (77.). Denn die bis dahin besten Chancen der Borkenerinnen, die Julia Faupel (58.) und die starke Anna-Lena Wagner (16., 43.) vergeben hatten, lagen bereits einige Zeit zurück. 

Celine Ziegler pariert stark

Immerhin hatte Wagner ihren Worten im Vorfeld, torgefährlicher agieren zu wollen, Taten folgen lassen: Nach einem Steilpass von Julia Stemmler entwischte die rechte Außenspielerin der TSV-Abwehr und erzielte mit einem Schuss über Herbert hinweg das 1:0 (57.). Gäste-Trainer Marcus Neugebauer konnte das überhaupt nicht nachvollziehen: „Wir waren eigentlich am Drücker und haben das Spiel bestimmt. Ein extrem bitterer Spielverlauf für uns.“

Die Osthessinnen hätten aufgrund ihrer Großchancen führen müssen. Doch Viktoria-Torhüterin Celine Ziegler verhinderte dreimal prächtig einen Rückstand im Duell mit Emma Rehm (38.) und Mila Rausch (49., 50.). Beim Fernschuss von Luise Groß half der Pfosten (24.). Was TuS-Interimstrainer Andreas Käßner, der zu Beginn wieder auf eine Dreierkette vertraute, dankend annahm. „Beide Teams waren auf Augenhöhe. Diesen glücklichen Erfolg nehmen wir gerne mit“, sagte Käßner. Co-Trainer Wettlaufer untermalte das lautstark nach dem Abpfiff.

Großenenglis:Ziegler - Winter (62. M. Wagner), Stemmler, Diehl - A. Wagner, Jäger, Festor, Faupel - Balica (67. Wessel) - Schwaab, Pospich (62. Trost).

Pilgerzell: Herbert - Enders, Reinhard, Neugebauer (75. Mc Gilvray), J. Groß - Worch - L. Groß, Gilbert, Krug (33. Nitsche), Rehm (46. Schlott) - Rausch.

Tore:1:0 Wagner (57.), 1:1 Krug (77.), 2:1 Schwaab (84.).

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