Ironman auf Hawaii: Marc Unger will als Profi an der nächsten WM teilnehmen

Nur Huhndorf rief alles ab

Geschafft: Mit einem Luftsprung feiert Martin Huhndorf (linkes Bild) trotz aller Strapazen das Erreichen des Ziels beim Ironman. Zuvor musste vor karibischer Kulisse noch der Marathonlauf absolviert werden (rechtes Bild). Fotos: nh

NEUKIRCHEN. „Das große Ziel besteht aus vielen kleinen Schritten – jeden Tag“, sagt Jan Frodeno. Der Triathlet muss es als frisch gekürter Weltmeister der Langdistanz beim Ironman auf Hawaii wohl wissen. Schritte, die auch die beiden heimischen Teilnehmer vom SC Neukirchen zurück zu legen hatten, bevor sie die Ziellinie auf der Pazifik-Insel nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen überquerten.

Martin Huhndorf gelang das als 36. der Gesamtwertung und Dritter in der Altersklasse M 35 nach 9:06:48 Stunden. Weniger zufrieden mit seiner Leistung war Marc Unger, 15. der M 25 nach 9:29:13 Stunden.

Huhndorfs Schritte zeigten seit Projektbeginn, der Vorbereitung für den Qualifikationswettkampf auf Mallorca im September 2014, nur nach vorne. Die Startberechtigung für Hawaii 2015 als Dritter der M 35 (9:07:12) souverän erworben, konnte sich der Mardorfer planmäßig auf den Höhepunkt dieses Jahres vorbereiten.

Schon hier musste Unger dagegen viele Schritte zurück stecken, denn nach einem Raddefekt gelang es ihm in Alcudia nicht mehr, die zur Qualifikation nötige Platzierung zu erzielen. Die der Treysaer jedoch beim zweiten Anlauf Anfang Juli in Frankfurt als strahlender Europameister der M 25 in 9:06:13 schaffte. Doch es blieben ihm nur noch drei Monate bis Hawaii, darunter zur Formüberprüfung die Europameisterschaft der Halbdistanz in Wiesbaden.

Während sich Huhndorf dort als M 35-Zweiter in 4:28:59 reichlich Motivation und Selbstvertrauen holte, zeigten sich bei Unger nach 4:31:05 als M 25-Vierter erste Probleme im Brustbereich. Die sich wenige Wochen vor der WM als Stressfraktur einer Rippe herausstellten. Damit ging es für ihn erneut einige Schritte zurück auf dem Weg zum großen Ziel. Gute Voraussetzungen zur Bewältigung eines anspruchsvollen Ausdauerwettkampfes sehen anders aus. So gelang diesmal nur Huhndorf, was Trainer Gerhard Marx forderte: „Man muss in der Lage sein, am Wettkampftag all das abzurufen, was vorher trainiert wurde“.

Doch schon im kommenden Jahr lockt die Chance, das große Ziel Weltmeisterschaft auf Hawaii erneut anzugehen. Voraussichtlich mit Unger als Profi. Dazu will der 28-jährige die nötige Lizenz erwerben. Um dann dank verbesserter Rahmenbedingungen den Wettkampf auf der Insel erfolgreicher zu gestalten.

Von Bernd Knauff

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