Anfänge beim SC Neukirchen

Schwälmer Talent Johann Klein reift bei Darmstadt 98 in B-Jugend-Bundesliga

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Spielt jetzt B-Jugend-Bundesliga: Johann Klein (rechts), der zum SV Darmstadt 98 gewechselt ist und sich hier im Spiel gegen Wormatia Worms in Szene setzt.

Aus dem Neukirchener Stadtteil Riebelsdorf in die Fußball-Bundesliga: Johann Klein hat den Schritt zum SV Darmstadt 98 in die B-Jugend-Bundesliga gewagt. 

In Johann Kleins Schlafzimmer im Elternhaus hängt ein Trikot von Luca Waldschmidt. Der Riebelsdörfer ist nicht nur ein Fan der deutschen Sturmhoffnung, auch eine kleine Parallele verbindet ihn mit dem Angreifer des SC Freiburg: Beide sammelten ihre ersten fußballerischen Erfahrungen auf höherem Niveau bei der TSG Wieseck. Weitere Gemeinsamkeiten sollen folgen. Denn ab dieser Saison spielt Klein ebenfalls in der Bundesliga – für die U 17-Junioren des SV Darmstadt 98.

Der Wechsel ins Internat der Lilien ist der Höhepunkt einer stetigen Entwicklung, die beim SC Neukirchen und der JFV Alsfeld/Bechtelsberg begann und ihren entscheidenden Schub beim Gießener Ausbildungsverein in der U 15-Regionalliga erhielt. „In Wieseck wurde mir bewusst, dass ich meinen Traum, Profi zu werden, vielleicht verwirklichen kann. Da habe ich fußballerisch viel dazugelernt“, betont Klein.

Die Qualitäten des offensiven Rechtsverteidigers erkannten auch zahlreiche Bundesligisten. Ein Wechsel zu Eintracht Frankfurt, zum 1. FC Köln, zum FC Ingolstadt oder zu Hannover 96 kam jedoch nicht zustande. Stattdessen folgte die Zwischenstation beim KSV Hessen Kassel. 

Als Stammspieler in der B-Jugend-Hessenliga weckte Klein das Interesse der Darmstädter, die sich als souveräner Meister für ihre erste B-Jugend-Bundesligasaison der Vereinsgeschichte wappnen wollten. Anders als zuvor fühlte sich der 16-Jährige nun bereit für den Schritt zu einem Bundesligisten.

Der Transfer nach Südhessen hält einige Veränderungen im Leben des Jugendlichen parat. Neben dem Schulortwechsel und dem Abschied von vielen Freunden musste sich der heimatverbundene Familienmensch vor allem daran gewöhnen, im Alltag erstmals ohne seine Eltern Christiane und Arno sowie die drei Schwestern Anna, Magdalena und Paula auszukommen. Seit einem Monat lebt „Jonny“ mit sieben weiteren Nachwuchshoffnungen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren in einer Wohngemeinschaft im Darmstädter Fußball-Internat, in dem sich der Schwälmer gut eingelebt hat.

Große Lob vom Trainer

Auch sportlich ist der lauf- und sprintstarke Rechtsaußen angekommen. In der Vorbereitung hinterließ er sowohl in der Verteidigung als auch im Mittelfeld bei Lilien-Trainer Patrick Kurt einen äußerst positiven Eindruck. „Johann präsentiert sich bisher sensationell als Mensch und Spieler. So einen Typen wünscht sich jeder Trainer auf dem Platz und jeder Mitspieler in der Kabine“, lobt der A-Lizenz-Inhaber. Seit zwei Jahren beobachtete der 26-Jährige den Riebelsdörfer bereits.

Am heutigen Samstag steht gleich der erste Kracher an: Im Bundesliga-Auftaktspiel trifft der Aufsteiger im Derby auf Eintracht Frankfurt. Noch ohne Klein, der wegen einer Gehirnerschütterung passen muss. Aber es warten ja noch weitere große Namen in der neuen Klasse wie Bayern München, TSG Hoffenheim und VfB Stuttgart auf Johann Klein auf dem Weg nach oben.

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