1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Sport Schwalm-Eder-Kreis

Brodhecker überragt - Lokalmatador Kopecky feiert S*-Sieg

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ralf Ohm

Kommentare

Da kommt Freude auf: Johannes Brodhecker auf Chaccada, der das S**-Springen gewann.
Da kommt Freude auf: Johannes Brodhecker auf Chaccada, der das S**-Springen gewann. © Richard Kasiewicz

Johannes Brodhecker war der überragende Reiter beim Turnier in Borken. Der Südhesse gewann auf Chaccada sowohl das S**-Springen mit Siegerrunde, den Großen Preis der Stadt Borken, wie auch die Punktespringprüfung der Klasse S* mit Joker. Und stahl damit Lokalmatador Peter Kopecky die Show, der sich aber immerhin auch über einen S*-Sieg freuen konnte.

Springprüfung Klasse S** mit Siegerrunde

Im ersten Umlauf hatte sich Johannes Brodhecker auf Chaccada noch einen Fehler erlaubt, doch in der Siegerrunde, die 14 von 40 Starter erreichten, blieb die zehnjährige Stute über die zwölf Hindernisse (bis zu einer Höhe von 1,45m) mit 14 Sprüngen inklusive einer dreifachen Kombination ohne Fehl und Tadel. Und war in in 32,38 Sekunden schneller als die chancenlose Konkurrenz.

Schneller als Kevin Rudoph auf Casil (34,62) und schneller als Peter Kopecky auf Charlotta H (34,89). Der Borkener Reiter hatte mit drei Pferden die Siegerrunde erreicht und wurde auf Cedric Diggory noch Sechster und auf Quite Magic Elfter. Pech hatte Janina Blotz auf Cassis van de Kranenburg. Der Frankfurterin kostete ein Fehler am letzten Hindernis der Sieg, so dass sie schließlich Fünfte wurde.

Springprüfung Klasse S*

61 Starter gingen auf den 380 Meter langen Parcours mit elf Hindernissen (Höhe bis 1,40m) mit 13 Sprüngen. Genau eine Zehntel Sekunde fehlte Johannes Brodhecker zu einem weiteren Sieg, den er diesmal Sebastian Holtgreve auf Carpigiana überlassen musste. In 51,59 Sekunden war der Reiter des RFV Dellbrück nicht zu schlagen. Und damit der schnellste von 14 Startern, die ohne Springfehler geblieben waren. Peter Kopecky belegte auf Midnight‘s Lady in 55,23 Sekunden den sechsten sowie auf Quite Magic in 56,46 Sekunden den achten Rang.

Punktespringen der Klasse S* mit Joker

Hier entschieden nicht die Punkte, sondern die Stoppuhr. Der Grund: 18 der 50 Starter gingen über die zehn Hindernisse (inklusive dem auf 1,50m erhöhten letzten Sprung) „zu Null“, so dass es letztlich auf die Zeit ankam. Und da war Johannes Brodhecker auf Chaccada am schnellsten, knapp sieben Zehntel schneller als Peter Kopecky auf Cedric Diggory. „Ein halber Galoppsprung“, wie der Reiter des RFV Borken etwas zerknirscht feststellte.

Klar, der frischgekürte Inhaber des Goldenen Reitabzeichens hatte die frühe Ansage von Kevin Rudolph auf Casil (volle Punktzahl in 52,85 Sekunden) prompt und eindrucksvoll gekontert (49,59). Ein bisweilen etwas stürmischer Vortrag auf dem 360m langen Parcours dank des jugendlichen Temperaments seines achtjährigen Wallachs. Sein Reiter nahm‘s ihm nicht übel. „Er war ein bisschen lustig“, stellte der 28-jährige Slowake mit einem Augenzwinkern fest.

Kopeckys gute Laune hielt an, hatte die beiden doch eine Marke gesetzt, die der Konkurrenz zu schaffen machte. Als der Führende schon die ersten Schulterklopfer abwehren musste, wurde ihm der Sieg doch noch entrissen. Quasi per Gegenentwurf. „Chaccada ist nie wild, immer im Fluss und immer harmonisch“, beschrieb Johannes Brodhecker (RFV Wolfkehlen) die Qualitäten seiner zehnjährigen Stute. Die die Hindernisse in der Tat derart geschmeidig nahm, dass die neue Bestzeit am Ende gar die Zuschauer erstaunte. Für den 23jährigen Südhessen, der bereits seinen 15. S*-Sieg feierte, durchaus „ein gutes Zeichen.“

Punktespringprüfung Klasse S*

Was für ein Debüt! In ihrem ersten S*-Springen überhaupt trug Dotty Delight ihren Reiter Peter Kopecky in 53,68 Sekunden gleich auf den (einzigen) ersten Platz. Die achtjährige Stute war über die zehn Hindernisse (bis 1,40m) mit zehn Sprüngen damit auch schneller als „Arbeitskollege“ Eclips, mit dem Kopecky Dritter wurde (56,99). Dazwischen hatte sich noch Huberta Vahle auf Caiuby in 54,92 Sekunden geschoben.

Dynamisch: Peter Kopecky, hier auf Quite Magic, war in der Siegerrunde der Springprüfung Klasse S** mit drei Pferden vertreten und wurde letztlich Dritter.
Dynamisch: Peter Kopecky, hier auf Quite Magic, war in der Siegerrunde der Springprüfung Klasse S** mit drei Pferden vertreten und wurde letztlich Dritter. © Richard Kasiewicz

Auch interessant

Kommentare