Aufstieg in die Gruppenliga

Drei-Jahres-Plan der SG Neuental/Jesberg nach freiwilligem Rückzug in die Kreisoberliga ging voll auf

Jürgen Böth, Leiter der SG Neuental/Jesberg
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Freut sich über die Rückkehr in die Gruppenliga: SG-Leiter Jürgen Böth.

Mit Plänen im bisweilen unberechenbaren Fußball ist das so eine Sache. Besonders wenn sie mittelfristig angelegt und die Zwischenetappen auch noch genau definiert sind. Der Plan der SG Neuental/Jesberg, dem überlegenen Aufsteiger in die Gruppenliga, ging ganz genau auf.

„Alles hat hervorragend geklappt“, freut sich Jürgen Böth, der zusammen mit Ralf Ackermann die Geschicke der mittlerweile aus vier Vereinen bestehenden Spielgemeinschaft leitet.Gemeint war nach dem freiwilligen Rückzug aus der Gruppenliga 2017: der Klassenerhalt 2017/2018 mit einer fast komplett erneuerten und verjüngten Mannschaft unter Trainer Claus Heideroth und seinem „Co“ André Husse, der nach der Winterpause zum Chefcoach aufstieg, ein einstelliger Tabellenplatz in der folgenden Saison sowie die souveräne Kreisoberliga-Meisterschaft 2020, die angesichts eines komfortablen Vorsprungs auch nicht durch den Corona bedingten Abbruch der Spielzeit getrübt wurde.

Nach 1994 und 1998 war‘s der dritte selbst gewählte Neustart in der wechselhaften Geschichte der SG. „In der Mannschaft spielten mehr auswärtige als heimische Spieler, so dass die Identifikation der Zuschauer mit dem Team und auch die Kameradschaft verloren gegangen waren“, begründete Jürgen Böth den Schnitt. Die zehn Abgänge wurden durch Spieler aus der SG-Reserve und durch Talente aus dem eigenen Nachwuchs ersetzt. Und bis heute hat seitdem kein Akteur mehr die Kellerwälder verlassen. Stattdessen konnten sie weiterhin die Früchte ihrer guten Jugendarbeit ernten und mit Tobias Wolf (von Dörnberg) als spielender Co-Trainer, Fabian Steffens (aus Schwalmstadt) und Lukas Knigge (aus Sand) kamen drei erfahrene Verbandsliga-Spieler zurück. Nachhaltigkeit, die den Erfolg (zurück) brachte – und die verpflichtet. „Wir werden auch weiterhin auf eigene Leute setzen“, verspricht der SG-Leiter, selbst ein Paradebeispiel an Vereinstreue: als Spieler von 1974 bis 1995, als (Spieler-) Trainer von 1997 bis 2006. Seitdem ist er 1. Vorsitzender des TSV Gilsatal.

Eigengewächse kehrten immer wieder zurück

Der ehemalige Klasse-Stürmer war maßgeblich am zweiten (1991) und dritten (1998) Aufstieg in die Landesliga beteiligt. Dazwischen ging es – genauso wie nach dem vierten, zweijährigen Gastspiel in Hessens zweithöchster Spielklasse (2012 bis 2014) – immer mal wieder bergab. Der Grund: Überragende, bei und mit der SG „groß“ gewordene Spieler wurden von finanzstärkeren Klubs abgeworben.

Kehrten aber wie beispielsweise Erhard Preetz, Stefan Böth, Thomas Stumpf, Frank Schultz, Frank Jungermann und Jürgen Böth selbst (nach zwei Jahren in Lohfelden) fast alle zurück. Und waren so maßgeblich daran beteiligt, „dass wir immer wieder aufgestanden sind“ (Jürgen Böth). Eine Erfahrung, die auch beim jüngsten Comeback Pate stand.

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