Handball: Drittligisten dürfen wohl mit Klassenerhalt planent

A-Jugend-Bundesliga genießt beim DHB Priorität und könnte im März wieder starten

Darf Hoffnung haben: Melsungens A-Jugend-Trainer Florian Maienschein.
+
Darf Hoffnung haben: Melsungens A-Jugend-Trainer Florian Maienschein.

Noch besteht Hoffnung. Hoffnung darauf, dass in dieser Saison weitere Spiele der 3. Handball-Ligen und der Jugend-Bundesliga stattfinden. Wie berichtet ist das Wettkampfgeschehen bis zum 28. Februar ausgesetzt.

Jugend-Bundesliga

Der Jugend gehört nicht nur die Zukunft, sondern ihre Ligen genießen auf DHB-Ebene auch Priorität. „Der Tenor ist ganz klar, dass daran festgehalten wird, dass wir wieder ins Spielen kommen“, erklärt Florian Maienschein, der Trainer der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, auf Anfrage. Entscheidend werde sein, wann wieder alle Mannschaften trainieren dürfen. Die strengsten Vorgaben gibt es dabei in Bayern. Schon drei Wochen später könnt es dann losgehen. Als Wunschtermin gilt Mitte März.

„Jede Chance soll genutzt werden, um einen deutschen Meister ermitteln zu können“, sagt Maienschein. Da die Staffeln klein gehalten wurden, könnte es im Mai für die jeweils besten zwei oder sogar vier Teams in Play-off-Spielen um den Titel gehen. Um bereit zu sein, plant die mJSG im Januar mit sechs Einheiten pro Woche. Drei im athletischen Bereich, drei handballspezifisch. Alles noch gemeinsam mit der B-Jugend in vier festen Gruppen mit bis zu zehn Talenten, die von den „Chefs“ Florian Maienschein (A-Jugend) und Georgi Sviridenko (B-Jugend) sowie den Co-Trainern Mikulas Cejka und Max Pregler betreut werden. Im Februar würde das Pensum für das Maienschein-Team auf die gewohnten sieben bis acht Handball-Einheiten pro Woche anwachsen.

3. Liga Männer

Die gute Nachricht für die Fans der ESG Gensungen/Felsberg: Ein Verbleib der Edertaler in der 3. Liga gilt als wahrscheinlich. Die schlechte Nachricht: Sehen werden sie Handball live in der Gensunger Kreissporthalle wohl erst wieder frühestens im August, wenn die Saison 2021/22 etwas früher als gewohnt starten dürfte. Denn die Aussichten, bereits Mitte März wieder zu spielen und in dieser Serie zumindest noch eine Hinrunde zu vollenden, sind äußerst gering. Auch, weil die vier Staffeln mit jeweils 18 Mannschaften viel zu groß eingeteilt wurden. Konsequenz: Für die kommende Runde werden kleinere Ligen erwartet.

„Alles, was stattfindet, ist mit regelmäßigen Testungen verbunden. Deswegen müssen wir intern klären, was sinnvoll ist und was nicht“, betont Michael Stahl, der Sportliche Leiter der ESG. Denn wenn das zweite Szenario greift, das allen Drittligisten den sportlichen Klassenerhalt sichern würde, wären etwa Spiele außer Konkurrenz – gegebenenfalls als Livestream online übertragen – möglich.

Zudem könnte es im April oder Mai eine Aufstiegsrunde geben. Für die Vereine, die den Spring in die 2. Liga wagen würden. Eine Frage, die sich Nachbar Eintracht Baunatal nach 10:0 Punkten als Tabellenführer der 3. Liga Nord-West stellen müsste. Zudem könnten noch Plätze um den DHB-Pokal sportlich ermittelt werden.

3. Liga Frauen

Im Gegensatz zu Gensungen ist der SV Germania Fritzlar noch nicht wieder im Trainingsbetrieb – und muss sich auch ansonsten einige andere Gedanken als die Männer machen. Bis zum 15. April müssen alle Frauen-Teams entscheiden, ob sie eine Lizenz für die 2. Liga beantragen. Für die 3. Liga wäre bis zum 15. Mai Zeit. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass es keine weiteren Serienspiele gibt“, erklärt SVG-Abteilungsleiter Steffen Schmude. Ins Auge gefasst wird vom DHB stattdessen ein möglicher Cup, der im April freiwillig ausgetragen werden könnte. Ohne sportlichen Wert. (Sebastian Schmidt)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.