A-Jugend-Bundesliga: 

Nach 34:33-Krimi steht mJSG Melsungen in der Meisterrunde

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Jona Rietze

Das war knapp. Und dramatisch. Noch fünf Minuten vor Schluss drohte der A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen beim Bergischen HC das „Aus“ im Kampf um einen der ersten vier Plätze der Handball-Bundesliga Staffel West, die zu den Spielen um die Meisterrunde berechtigen.

„Wir mussten zittern“, bekannte David Kuntscher in Erinnerung an den Treffer von Julian Thomas zum 32:31 (55.). Doch die Gäste blieben, wie von Trainer Brede in einer Auszeit gefordert, cool. „Wir haben das strukturiert zu Ende gespielt“, konnte Linkshänder Kuntscher mit Fug und Recht behaupten. Angesichts eines folgenden 3:0-Laufs zum 32:34 (58.), an dem neben einem siebten Feldspieler der nach 43 Minuten eingewechselte Jannik Büde mit zwei Paraden großen Anteil hatte. 17 Sekunden verkürzte Jonas Kämper noch auf 33:34. Das war‘s. Die Nordhessen spielen (als Tabellenvierter) um die Deutsche Meisterschaft, die Westdeutschen (5.) um die goldene Ananas.

Jetzt durfte auch Björn Brede kräftig durchatmen. „Solch‘ einen Krimi brauche ich nicht jedes Mal“, bekannte der sichtlich erleichterte mJSG-Coach. Doch genau dieser Krimi war absehbar. Der BHC hatte Lunte gerochen, musste trotz viel schlechteren Torverhältnisses ja „nur“ gewinnen, um bei Punktegleichheit mit der mJSG (wegen des direkten Vergleichs) in die Meisterrunde einzuziehen. Weiterhin verwandelten die 400 Zuschauer – unter ihnen auch 30 aus Melsungen – die Klingenhalle in einen Hexenkessel.

Kuntscher stark nach Einwechslung

So brauchte der Gast etwas Zeit, sich auf diese Bedingungen einzustellen. Dazu gesellte sich ein Gegner, der permanent den Zweikampf und die Nahtstellen der eigenen 6:0-Deckung suchte. Insbesondere die Rückraumspieler Aaron Exner (6) und Henrik Rahlmayer (3), die kaum zu halten waren. So liefen die Brede-Schützlinge bis zum 23:23 (38.) stets einem Rückstand hinterher.

Immerhin: Der Angriff der mJSG gewann mit Kuntschers Einwechslung (12.) zunehmend an Sicherheit. Neben den Würfen des Linkshänders aus der zweiten Reihe sorgten die Übergänge über Jona Rietze für Gefahr und Tore. Als sich dann auch noch die eigene Defensive zu steigern wusste, schien es um den Bergischen HC geschehen. Nach dem 26:29 durch Lasse Hellmann (46.) kam er noch mal zurück, danach nicht mehr. 

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