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Kampf, Leidenschaft, Wille: TSV Wabern feiert beim 4:1 in Sand den ersten Saisonsieg

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Von: Sebastian Schmidt

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Im Jubel vereint: (v.l.) Christoph Bergmann, Fabian Korell, Luca Wendel und Jan Luca Schmeer.
Im Jubel vereint: (v.l.) Christoph Bergmann, Fabian Korell, Luca Wendel und Jan Luca Schmeer. © Pressebilder Hahn

Sie haben ihren Worten Taten folgen lassen. Eine eindrucksvolle Reaktion gezeigt auf sieben teils deftige Niederlagen in Serie, die zu einer Krisensitzung geführt hatten. „Kampf, Leidenschaft, Wille“ hießen als Konsequenz die Schlagworte, die sich die Fußballer des TSV Wabern auf die Fahnen geschrieben hatten.

Sand – Und beim 4:1 (1:0) im Derby beim SSV Sand ihren ersten Saisonsieg in der Verbandsliga feierten. Da löste sich noch während des Spiels die Anspannung. Da reckten nach ihrer Auswechselung Fabian Korell, Patrick Herpe und Martin Mühlberger jeweils die Daumen gen Tribüne. Da fielen sich Spieler, Trainer und Zuschauer selig in die Arme und da gab’s zwar keine Sektduschen, aber immerhin als kleine Neckereien Spritzer aus der Wasserflasche. Völlig losgelöst nach einer Vorstellung, die nach dem emotionslosen 0:3 gegen den CSC 03 Kassel nicht zu erwarten war.

„Vielleicht hatten wir manchmal zu viel Respekt“, mutmaßt Innenverteidiger Luca Wendel und schiebt nach: „Wir haben uns zu 100 Prozent als Team präsentiert und immer Gas gegeben. Dieser Sieg tut uns unheimlich gut.“

Ecke Schmeer, Kopfball Wendel - Tor

Wendel war einer der Väter des Erfolgs. Und machte Sand in drei Szenen deutlich, dass es im Nachbarschaftsduell nur einen Sieger geben kann. Der 22-Jährige stand in der siebten Minute derart hoch in der Luft, dass er nicht zu verteidigen war und schweißte eine Ecke von Jan Luca Schmeer zum 1:0 in den Winkel. Und weil’s so schön war, wiederholten die beiden früheren Jugendspieler des KSV Hessen diese Kongenialität. Ecke Schmeer, Kopfball Wendel - 3:1 (69.). Zwei Wirkungstreffer, doch mindestens genauso wichtig war die perfekt getimte Grätsche Wendels gegen den spielfreudigen Ex-Waberner Daniel Wagner (41.). Garniert mit einer Jubel-Säge.

„Mental waren wir voll da. Die Jungs waren im Training schon zwei Klassen stärker als zuletzt und haben das dann ins Spiel transportieren können“, lobte TSV-Coach Mario Völker die Mannschaft. Der sich in der ersten Halbzeit über die Außen viele Räume boten, weil Sand in einer Mittelfeldraute agierte. Gefahr versprühten indes allein Wagner, der fast wie zu besten Zeiten wirbelte, und Sefa Cetinkaya.

Handelfmeter an die Latte

Und es gab diesen einen Moment, in dem das Spiel hätte kippen können. Einen Handelfmeter, nachdem Christoph Bergmann aus einem Meter angeschossen wurde. Doch SSV-Kapitän Steffen Bernhardt wollte es zu genau machen – und traf nur die Latte (50.). „Das ist ausgleichende Gerechtigkeit“, frohlockte Torwart Kim Sippel. Der endgültig vollends euphorisch sein konnte, als drei Minuten später das 2:0 folgte. Spielertrainer Herpe schickte Korell gekonnt auf die Reise. Der hätte seiner Paradedisziplin frönen und den Torwart umkurven können. Doch er begnügte sich mit einem Schuss vor Rick Christof, der vom Innenpfosten ins Netz ging.

Geschlagen gab sich Sand indes nicht. Herausragend vorbereitet von Wagner und Cetinkaya verkürzte Jan-Philip Schmidt auf 1:2 (59.). Doch Wabern ist lernfähig. Nach fünf Spielen mit Führungen, aus denen nur zwei Punkte geholt wurden, klappte es im sechsten Versuch. Dem 3:1 Wendels ließ Schmeer mit seinem ersten Verbandsliga-Tor mustergültig geebnet von Korell das 4:1 folgen (75.).

Nächstes Spiel erst am 16. Oktober

Dank Kampf, Leidenschaft und Wille. Den neuen Schlagwörtern, mit denen sich der TSV nach einer Pause auch gegen den Hünfelder SV im nächsten Heimspiel am 16. Oktober am Reiherwald beweisen möchte. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

SSV Sand - TSV Wabern 1:4 (0:1).

Sand: Christof - F. Oliev, Si. Bernhardt, Kidane - Ritter (76. Samson), Zornhagen (52. Kühne), St. Bernhardt (76. Riede), Dzaferi - Cetinkaya, Schmidt, Wagner.

Wabern: Sippel - Kördel (76. Splietorp), Amert, Wendel, Bergmann - Klinge - Mühlberger (84. Müller), Herdt (76. Zahovic), Schmeer, Korell (84. Neumann) - Herpe (84. Sezer).

SR: Mirko Hecklinger (Mornshausen). Z: 200.

Tore: 0:1 Luca Wendel (7.), 0:2 Fabian Korell (53.), 1:2 Jan-Philip Schmidt (59.), 1:3 Luca Wendel (69.), 1:4 Jan Luca Schmeer (75.).

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