3. Liga:

Kapitänin Janina Dreyer beendet beim SV Germania Fritzlar ihre Handball-Karriere

Beendet ihre Karriere: Janina Dreyer, die mit dem SV Germania Fritzlar 2016 und 2020 Drittliga-Meister wurde.
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Beendet ihre Karriere: Janina Dreyer, die mit dem SV Germania Fritzlar 2016 und 2020 Drittliga-Meister wurde.

Das war so nicht geplant: Den Handballerinnen des SV Germania Fritzlar steht ein weiterer Umbruch bevor. Nachdem im Frühjahr Außen Bibiana Huck ihr Karriereende verkündete, muss der zweifache Drittliga-Meister für die kommende Saison auch ohne Kapitänin Janina Dreyer, Hannah Puntschuh, Alena Breiding und Hannah Lüdge planen.

Fritzlar – Zudem legt Anamaria Puda wohl ein Auslandssemester ein und würde somit vorerst ebenso nicht mehr zu Verfügung stehen. „Wir müssen uns neu erfinden. 14 Spielerinnen wären optimal“, betont Abteilungsleiter Steffen Schmude. Demnach sind noch bis zu vier Plätze frei im Team von Trainer Lucky Cojocar.

Neben Lena Dietrich und Xenia Ahrend als künftig dienstälteste Spielerinnen (beide seit 2015) sind weiterhin die Torfrauen Lea Gürbig und Paula Küllmer sowie die Feldspielerinnen Anna Holeczy, Hannah Berk, Maria Kiwa und Luisa Krüger sowie Chantal Reimbold und Laura Israel nach jeweiliger Beförderung aus der zweiten Mannschaft dabei. Macht in Summe einen Altersschnitt von 23 Jahren.

Berufliche Gründe führt Kapitänin Dreyer als Begründung für ihr Karriereende an. „Natürlich stellt man sich den Abschluss anders vor. Aber intern hatte ich meine Entscheidung schon vor einem Jahr abgekündigt“, betont die 28-Jährige. Und hatte somit ihren Abschluss unwissend am 18. Oktober 2020 mit dem 26:15-Sieg der Germania bei der HSG Lumdatal. Dabei gelangen ihr ebenso zwei Treffer wie Puntschuh, Breiding sogar deren fünf. Abwehrspezialistin Dreyer war 2011 aus der A-Jugend der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen gewechselt, die damals in der Regionalliga spielte.

Hannah Puntschuh nur noch Stand-by-Spielerin

Kreisläuferin und Co-Kapitänin Puntschuh hört noch nicht komplett auf. „Ich würde es noch nicht Karriereende nennen, sondern Stand-by. Aber ich werde auch keine 28 Rücktritte vom Rücktritt machen“, betont die 33-Jährige, die sich in der vergangenen Saison nach einem Kreuzbandriss zurück gekämpft hatte. Ihren Pass belässt sie demnach bei der Germania, für die sie seit 2014 spielte. Zudem bleibt sie gemeinsam mit Tanja Bick und Katja Frommann Trainerin von Eintracht Böddiger II.

Stand-by: Hannah Puntschuh tritt in Fritzlar kürzer.

Alena Breiding legt Handball-Pause ein

Eine Auszeit auf unbestimmte Zeit nimmt sich Rückraumspielerin Breiding. Die 25-Jährige war erst 2020 vom Zweitligisten SG 09 Kirchhof gekommen und lief zuvor für ihren Heimatverein TSV Vellmar (bis 2017) sowie HSG Plesse-Hardenberg (2017/18) auf. Grund ist eine hartnäckige Schulterverletzung am Wurfarm. „Es macht einfach wenig Spaß, wenn es nicht so klappt wie ich es will. Und von Würfen mit Schonhaltung hat niemand etwas“, betont Breiding, die sich drei Jahre lang mit Schmerzmitteln durchbiss. Diagnostiziert wurde eine Entzündung der Bizepssehne, die reißen könnte. Mit einer Physiotherapeutin versucht sie nun das Problem ohne eine Operation zu lösen.

Pause: Alena Breiding plagt eine Schulterverletzung.

Vorbereitung startet am 8. Juni

Neben Rückraum und Kreis hat die Germania, die am 8. Juni die Vorbereitung auf die kommende Spielzeit startet, noch Bedarf auf Rechtsaußen. Hannah Lüdge, die 2020 aus Kleenheim kam, nimmt in Köln ein Sportstudium auf und schließt sich wohl dem Drittligisten 1. FC Köln an, für den auch die Ex-Kirchhoferin Julie Bärthel spielt. (Sebastian Schmidt)

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