Verbandsliga

Kapitaler Körler Fehlstart bei Türkgücü

Sefa Cetinkaya und der FC Körle enttäuschten in Kassel.
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Da gingen die Köpfe runter: Sefa Cetinkaya und der FC Körle enttäuschten in Kassel.

Viel hatten sie sich vorgenommen, aber keine von den guten Vorsätzen haben sie auf den Platz gebracht. Mit dem 0:3 (0:1) im Kasseler Nordstadtstadion beim SV Türkgücü haben die Fußballer des FC Körle einen kapitalen Fehlstart in die Verbandsliga-Saison 2020/21 hingelegt.

Kassel - Eugen Wagner ist ein sehr optimistischer Mensch, aber nach den Schlusspfiff war Körles Trainer restlos bedient und zählte die Defizite seiner Mannschaft auf: „Wir haben den Kampf nicht angenommen, nie versucht, spielerische Akzente zu setzen und uns bei Standards dumm angestellt.“ Hinzu kam das Unvermögen, eine 35 Minuten andauernde Überzahl zu nutzen. War was positiv? Wagner überlegt kurz und sagt dann: „Wenn die Spieler jetzt aufgewacht sind, ist es noch nicht zu spät“.

Wenn alles schiefgeht, kommt meistens auch noch Pech dazu. Es ehrt Wagner, dass er sich nicht auf die Suche nach Sündenböcken machte, aber dem ersten Gegentreffer ging eine klare Abseitsstellung von Türkgücüs Mittelfeldspieler Yasin Bingül voraus. Nach dessen Querpass hatte Enver Maslak keine Mühe, seine Mannschaft mit 1:0 in Führung zu bringen (25.). Kein Glück hatte Körle auch in der 65. Minute, als ein Distanzschuss von Sefa Cetinkaya an die Querlatte klatschte.

Zu diesem Zeitpunkt spielten die Körler nach Gelb-Rot gegen Mohamed Ghafari schon in Überzahl (55.), aber das machte sich nicht bemerkbar. Im Gegenteil. In der 86. Minute blieb Torwart Sven Sennhenn bei einer Ecke wie angewurzelt in seinem Kasten, und Menduh Eryilmaz sorgte mit seinem Treffer zum 2:0 für die Entscheidung. Als Zugabe ließ Eryilmaz das 3:0 folgen (88.).

Wagner begründete die in dieser Höhe unerwartete Niederlage auch damit, dass keiner seiner Spieler Normalform erreichte. Den jungen Spielern aus Jugend- und unterklassigen Mannschaften muss man dies nachsehen, zu den Enttäuschungen des gestrigen Nachmittags zählte aber auch, dass Karim Kouay keine Akzente setzte. Niedergeschlagen zog Körles Trainer das Fazit: „Es gibt noch viel Arbeit.“ (Brehm)

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