Oberliga: Gensungen/Felsberg muss nach Vellmar, das mit Struif stärker ist

Kauffeld fordert Aufarbeitung

Steht vor seinem letzten Einsatz für Gensungen/Felsberg: Kevin Trogisch (hier gegen Kleenheims Lukas Kossebaum). Foto: Kasiewicz

Vellmar. Noch 60 Minuten sind zu spielen in der Handball-Oberliga, dann ist die Saison vorbei. Für den TSV Vellmar wie auch für die ESG Gensungen/Felsberg ist es die letzte Chance im Nordhessen-Derby gegeneinander (Samstag, 19 Uhr, Großsporthalle Vellmar), sich positiv aus der Spielzeit zu verabschieden. Denn beide schauen auf Negativserien zurück, die es zu beenden gilt.

Der TSV hat es in diesem Jahr noch nicht geschafft, in eigener Halle zu punkten. Sechs Spiele, sechs Niederlagen lautet die traurige Bilanz. Folgerichtig ist der Abstieg in die Landesliga bereits besiegelt, was ein abschließendes Erfolgserlebnis umso begehrenswerter macht. Für positive Schlagzeilen sorgte zuletzt die Verlängerung des Vertrages von Spielmacher Gordan Suton, der auch kommende Saison eine Etage tiefer für Vellmar auflaufen wird. Dazu steht mit dem ehemaligen Zweitliga-Spieler Fabian Struif von Eintracht Baunatal bereits ein hochkarätiger Neuzugang fest. Der ist sogar seit vergangener Woche schon spielberechtigt und feierte seinen Einstand mit elf Toren beim 30:26 beim benachbarten SVH Kassel, dem ersten Sieg überhaupt in der Rückrunde.

„Mit Struif ist das eine ganz andere Mannschaft. Er bringt nochmal richtig Wind in den Rückraum rein“, sagt ESG-Trainer Arnd Kauffeld. Der hat mit seiner Mannschaft drei Niederlagen in Folge hinnehmen müssen und gibt zwei Punkte zum Abschluss als Ziel aus.

Weiter ohne die Verletzten Stephan Untermann, Benedikt Hütt und Sascha Konietzka, dafür jedoch mit der Zuversicht, dass „meine Spieler jetzt nach der Aufarbeitung der letzten, unbefriedigenden Auftritte in der Lage sind, den Hebel umzulegen“ (Kauffeld). Was bitter nötig ist, denn allzu oft ließen sich seine Akteure von Dingen abseits des Spielgeschehens beeinflussen, echauffierten sich über Entscheidungen der Schiedsrichter, ergingen sich in unproduktive Zweikämpfe und verloren dabei sowohl ihre Linie, als auch in der Folge daraus die Punkte.

Störfaktoren ausschalten

Vor allem mentale Arbeit war nötig, um die gemachten Fehler nicht nur zu erkennen, sondern auch abzustellen. „Ich bin gespannt wie die Mannschaft jetzt in Vellmar reagieren wird, wenn es zwischendrin mal nicht so gut laufen sollte. Das ist nämlich eine Frage der Einstellung“, glaubt Gensungens Übungsleiter den Knackpunkt gefunden zu haben.

Liegt er richtig und die Edertaler können nun endlich alle Störfaktoren ausblenden, müssten zwei Punkte, trotz frischem TSV-Rückenwind durch Struif, machbar sein. (ko)

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