Oberliga: Gensungen/Felsberg siegt im Derby beim TSV Vellmar 37:27 – Gegenstöße als Spezialität

Kauffeld-Team zeigt Charakter

Hinein ins Vergnügen: Gensungen/Felsberg starker Außen Jan-Hendrik Walther lässt hier den Vellmarer Gordan Suton stehen und markiert hier einen seiner fünf Treffer. Foto: Fischer

Vellmar. Was für ein Saison-Ausklang! Mit 37:27 (21:15) feierten die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg beim TSV Vellmar einen rauschenden Oberliga-Abschluss. Und waren im Vergleich zu den Spielen davor kaum wiederzuerkennen. „Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie Charakter hat“, zeigte sich Trainer Arnd Kauffeld beeindruckt vom Auftritt seines Teams.

Dass es gegen einen bereits als Absteiger feststehenden Gegner ging, schmälerte die Leistung der Edertaler keineswegs. Denn der TSV hielt mit Neuzugang Fabian Struif nach Kräften dagegen. Doch gerade der ehemalige Zweitliga-Spieler hatte nur wenig zu lachen. „Arnd kennt mich aus Baunatal. Er wusste, wie er seine Jungs einzustellen hatte“, erklärte der in zwei Spielen zuvor 19 Mal erfolgreiche Struif seine Probleme, das Leder im Tor unterzubringen.

Und so war die Defensive auch Wegbereiter für den ersten Gensunger Lauf von 1:2 (2.) auf 9:3 (8.). Denn der war geprägt von Gegenstößen durch Jan-Hendrik Walther und Hannes Bauer, sowie einer präzise gespielten ersten und zweiten Welle nach Ballgewinnen. Erst als TSV-Trainer Andreas Paul den ehemaligen Gensunger Eugen Gisbrecht an Stelle des indisponierten Gordan Suton als Regisseur brachte, kam mehr Struktur ins Vellmarer Spiel. Mit dem Erfolg, dass es nach 19 Minuten und zwei überflüssigen Zeitstrafen gegen Sebastian Wrzosek und Max Pregler nur noch 12:9 stand. Genau die Situation also, die zuletzt zu kompletten Brüchen im ESG-Spiel geführt hatte. „Sicher gefühlt hatten wir uns nach der schnellen Führung sowieso noch nicht“, gab Hannes Bauer zu.

Als Struif, begünstigt durch das Ausscheiden von Pregler (Oberschenkelzerrung), dreimal in Folge traf, keimte noch einmal Hoffnung bei den Gastgebern (18:25, 39.). Die wurde jedoch sofort wieder zunichte gemacht vom druckvollen Spiel der Gäste. Und spätestens als sich mit Jannis Balke auch deren letzter Feldspieler als Torschütze eingetragen hatte (21:32, 49.), war der Ofen für Vellmar aus. „Wir haben uns vorn zu wenig bewegt und Gensungen förmlich eingeladen zu einfachen Gegenstoßtoren“, urteilte Gisbrecht über die deutliche Niederlage gegen seine ehemalige Mannschaft. Hannes Bauer freute sich: „Dieses letzte Spiel zu gewinnen war uns wichtig. Vor allem auch, um aus den diesjährigen Derbys ohne Makel herauszugehen“. Charaktersache eben. • TSV: Gumula (5 Paraden / 20 Gegentore), Henkel (7/17) – Kurz, Stumbaum 4/2, Struif 3, Suton, Brückmann 2, Kiebach 2, Muth 3/1, Heckmann 3, Gisbrecht, Gribner 1, Petrovszki 3, Körber 6. ESG: Lauterbach (16/21), Wicke (5/6) – Bauer 6/2, Balke 1, Rehberg 4, Trogisch 9, Wrzosek 2, Pregler 7/1, Wiegräfe 2, Köpke 1, Walther 5. SR: Parlak/Schmidt (Hanau/Rodgau) – Zuschauer: 450. – Zeitstrafen: 6:4 Minuten – Siebemeter: 6/3:3/3.

Von Michael Koch

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