3. Handball-Liga

Keine Absteiger, aber zwei Aufsteiger - Gensungen/Felsberg „gerettet“

„Lucky“ Cojocar
+
„Lucky“ Cojocar

Die ESG Gensungen/Felsberg ist am Ziel. Nämlich an dem, das sich der Aufsteiger in die 3. Handball-Liga vor der Saison gesetzt hat: den Klassenerhalt. Allerdings: Jubelstürme löste das im Edertal nicht aus, eher Erleichterung.

Gensungen/Fritzlar - „Jetzt haben wir endlich Planungssicherheit“, sagt Michael Stahl über den „längst überfälligen Beschluss“ des Deutschen Handball-Bundes, den normalen, seit November ausgesetzten Spielbetrieb endgültig ad acta zu legen und dabei auf Absteiger zu verzichten. Überzeugt davon, „dass wir auch sportlich den Klassenerhalt geschafft hätten.“ So stehen für die Kauffeld-Schützlinge 2:6-Punkte nach vier Spielen und damit der 14. Platz in der Nord-West Staffel zu Buche.

Gelaufen ist die Saison deshalb aber noch nicht. „Die 3. Liga der Männer kann zwei Aufsteiger in die 2. Bundesliga stellen. Die sollen unter interessierten Vereinen in einer Aufstiegsrunde ermittelt werden“, erklärt DHB-Vorstandsmitglied Benjamin Chatton. Eintracht Baunatal, obwohl Tabellenführer mit 10:0-Punkten, hat daran kein Interesse, Nachbar Gensungen/Felsberg auch nicht. Wohl aber laut Stahl an der Teilnahme am DHB-Pokal, der ab Ende April ausgespielt werden soll: „Diese Spiele könnten wir in unsere erste Vorbereitungsperiode auf die Saison 2021/2022 einbetten.“

Weitere Spielangebote will der DHB den Vereinen über „alternative Wettbewerbe“ wie einer zusätzlichen Spielrunde machen. Die Teilnahme ist auch hier freiwillig, das Spielsystem hängt von den Meldezahlen ab.

Da es aus der Oberliga zwölf Aufsteiger geben soll (wir berichteten), wird die Zahl der Drittligisten, wenn alle Vereine melden, von 72 auf 82 Mannschaften steigen. Und die Zahl der Staffeln von vier auf mindestens fünf. Los gehen soll es am 15. August.

Fritzlar kehrt in Heimhalle zurück

Bei den Frauen können sogar drei Teams in die 2. Bundesliga aufsteigen. Macht bei 12 Aufsteigern aus der Oberliga 68 statt 59 Drittligisten in der kommenden Saison. Eine Teilnahme an möglichen Aufstiegsspielen kommt für Germania Fritzlar nicht in Frage.

„Die 2. Bundesliga käme für uns viel zu früh. Gerade die jungen Spielerinnen müssen sich zunächst in der 3. Liga etablieren“, erklärt Trainer „Lucky“ Cojocar, der den endgültigen Saisonabbruch durchaus begrüßt: „Das ist aus gesundheitlichen Gründen und auch wegen einer möglichen Wettbewerbsverzerrung die einzige Alternative.“

Das „freiwillige Wettkampfangebot“ des DHB hält der A-Lizenz-Inhaber für „eine gute Idee“. Denn: „Wir brauchen Ziele.“ Voraussetzung für solche Auftritte istneben dem zentralen Testkonzept des DHB laut Cojocar „mindestens vier Wochen Vorbereitung“. Die soll bei den Domstädterinnen ab Mitte März beginnen. In der Turnhalle der König-Heinrich-Schule, deren Renovierung mittlerweile abgeschlossen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.