2. Bundesliga

Kirchhofs Angriff kommt beim 20:25 gegen Harrislee nicht auf Touren

Verbissener Kampf um den Ball: Kirchhofs Diana Sabljak (l.) und Marieke Paulsen (Harrislee). Auch die verbesserte Kapitänin konnte die Niederlage nicht verhindern.
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Verbissener Kampf um den Ball: Kirchhofs Diana Sabljak (l.) und Marieke Paulsen (Harrislee). Auch die verbesserte Kapitänin konnte die Niederlage nicht verhindern.

Dieses Mal war die Hypothek zu groß. Die Last eines 9:13-Pausenrückstandes zu schwer, um in der zweiten Halbzeit noch die Wende schaffen. Was vor einer Woche in Freiburg beim 23:22 gelang, ging gegen den TSV Nord Harrislee schief. Statt sich mit dem zweiten Erfolg in Folge aus der Abstiegszone der 2. Handball-Bundesliga (vorerst) zu verabschieden, ist die SG 09 Kirchhof nach der 20:25 (9:13)-Heimpleite weiterhin mittendrin.

Melsungen - „Wir haben uns selbst geschlagen“, erklärte SG-Trainer Martin Denk den Rückschlag mit 25 Fehlwürfen seiner Schützlinge. Die hatten indes einen Namen bzw. eine klare Ursache: die überragende TSV-Torfrau Fasold, gegen die selbst die keineswegs enttäuschende Nela Zuzic verblasste. Dass die 27-Jährige „schon immer in der Ecke war, wo wir hingeworfen haben“ (Denk) erklärte die gebürtige Münchnerin mit einem ausgedehnten Videostudium: „Diese Vorbereitung hat mir sehr geholfen.“

Den Rest besorgten ihre Vorderleute. Mit einer aggressiven 6:0-Deckung inklusive einem höchst flexiblen Mittelblock, gegen die sich der Angriff der Gastgeberinnen von Beginn an schwer tat. Immerhin zeigte sich Rückraumstrategin Sabljak stark verbessert (und vom Punkt keine Nerven) und am Kreis wusste sich Jana Schaffrick einige Male effektvoll durchzusetzen. So blieb die SG bis zum 9:10 (23.) dran, ehe Harrislee mit einem 3:0-Zwischenspurt zur Halbzeit auf 13:9 davon zog. An Kirchhofs Torfrau Zuzic lang‘s nicht, doch ihre Paraden gegen die zweikampfstarke Jeß und Spielmacherin Volquardsen blieben unveredelt.

Diese Erfahrung machte schließlich auch Frederikke Siggaard, die nach 39 Minuten eingewechselt wurde, als der Treffer von Karlotta Jeß zum 11:18 bereits nach der frühzeitigen Vorentscheidung „roch“. Doch dann kam das Denk-Team doch noch mal zurück.

Aufholjagd von Torfrau Fasold gestoppt

Angeführt von Diana Sabljak, die auf der Mitte für mehr Druck sorgte und insbesondere in Kreisläuferin Schaffrick eine dankbare Abnehmerin hatte, bahnte sich über 14:19 (44.) und 18:20 (51.) eine erfolgreiche Aufholjagd an. Jäh unterbrochen allerdings von Fasolds 17. Parade, die den kurzzeitig verunsicherten Gast zurück in die Spur brachte.

Dessen zweite Welle nun wieder funktionierte, während der Gegner dieses Mittel für einfache Tore aus seinem Repertoire schlichtweg gestrichen hatte. Weiterhin blieben die späten Bemühungen um eine Konsolidierung der Offensive auch deshalb Stückwerk, weil Linkshänderin Klara Schlegel („Die Torfrau von Harrislee hat sich sehr gut auf meine Würfe eingestellt und ich habe viel zu spät darauf reagiert“) einfach nicht auf Touren kam. Mannschaftskollegin Sabljak hatte durchaus ein wenig Verständnis dafür: „Wenn eine gegnerische Torfrau so viel hält, kommt man beim Abschluss schon mal ins Grübeln.“ Das galt auch für Kirchhofs Außen, deren Quote nur unwesentlich höher war. Womit sich Sophie Fasold durchaus als „Matchwinnerin“ fühlen durfte.

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