Interview

Kirchhofs neuer Trainer Martin Denk: Eine Riesenaufgabe

Martin Denk, der neue Trainer der SG 09 Kirchhof
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Martin Denk, der neue Trainer der SG 09 Kirchhof

Mit großem Respekt, aber auch mit klar formulierten Zielen, startet Martin Denk in seine Trainertätigkeit beim heimischen Handball-Zweitiligsten SG 09 Kirchhof.

Kirchhof - Nein, Zeit, um in seine neue Rolle hineinzuwachsen, hat Martin Denk, der neue Cheftrainer von Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof nicht. Im HNA-Interview offenbart der Nachfolger von Gernot Weiss, wie er mit dieser Situation umgeht.

Sie sind mitten in der Saison vom Co- zum Cheftrainer befördert worden. Hat Sie diese Entwicklung überrascht?

Auf jeden Fall. Ich war Co-Trainer, um Gerry zu entlasten. Das war meine Erwartung, mit der ich in die Saison gegangen bin.

Bisher haben Sie alleinverantwortlich fünf Jahre das Juniorteam in der Oberliga trainiert. Wie groß ist nun die Herausforderung zwei Klassen höher?

Eine Riesenaufgabe, in die ich hineinwachsen muss. Hab‘ dazu aber wenig Zeit, weil wir schon am Samstag das erste Spiel haben.

Was ist anders?

Mit gestandenen Bundesliga-Spielerinnen wie Diana Sabljak oder Nela Zuzic zusammen zu arbeiten ist anders als mit jungen Spielerinnen, die ihre Karriere noch vor sich haben. Die Vorbereitung auf die Spiele ist wesentlich komplexer d.h. ich muss mich viel mehr mit dem Gegner befassen.

Wie gehen Sie mit dem Zeitdruck um?

Auch wenn ich meine eigenen Ideen habe, werde ich erst mal keine großen Änderungen vornehmen, sondern nur an kleineren Schräubchen drehen.

An welchen?

Überzahlspiel und zweite Welle, weil wir mehr einfache Tore brauchen.

Welche Trainer haben Sie persönlich am meisten beeinflusst, was konnten Sie von wem lernen?

Von Gernot Weiss die taktische Einstellung der Mannschaft, von Robert Nolte den Umgang und die Führung der Spieler, von Christian Denk die Motivation des Teams.

Die Mannschaft hat die ersten beiden Spiele gewonnen und die nächsten fünf verloren. Wie erklären Sie sich den bisherigen Saisonverlauf?

Wir haben eine junge Mannschaft, die noch nicht über die nötige Konstanz verfügt. Und wohl auch nicht mit den gestiegenen Erwartungen nach dem guten Saisonstart zurecht kam. Die Ergebnisse sind auch dem Spielplan bzw. der Spielstärke der Gegner geschuldet.

Mannschaft und Umfeld wurden durch einige Corona-Fälle und insgesamt sechs Wochen Quarantäne arg von der Pandemie getroffen. Seit 17. Dezember sind die Spielerinnen wieder im Training. Wie ist der Stand der Vorbereitung auf das kommende wichtige Spiel am Samstag in Freiburg?

Mannschaft ist fit, da brauchen wir uns keine Sorgen machen. Wir müssen nur in den Spielrhytmus finden. Das ist umso wichtiger als wir in den nächsten 18 Tagen vier Spiele haben.

Was können Sie mit der Mannschaft in dieser Saison erreichen?

Wir können nur von Spiel zu Spiel schauen, zumal wir damit rechnen müssen, dass die Serie wegen Corona jederzeit unterbrochen oder beendet werden kann. Da zählt jeder Punkt. Mein Ziel ist es, so schnell wie möglich aus der Abstiegszone zu kommen.

Und was haben Sie mittelfristig vor?

Dazu kann ich erst nach den nächsten vier Spielen Auskunft geben. Dann bin ich in der Lage zu beurteilen, ob das Ganze passt. Für mich ist das ein Prozess.

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