2. Handball-Bundesliga

Kirchhofs Traumstart nach 32:28 gegen Rödertal perfekt

Nach dem Wechsel nicht zu halten: Kirchhofs Greta Kavaliauskaite SG, die hier Pavlina Novotna (Rödertal) stehen lässt und einen ihrer drei Treffer erzielt.
+
Nach dem Wechsel nicht zu halten: Kirchhofs Greta Kavaliauskaite SG, die hier Pavlina Novotna (Rödertal) stehen lässt und einen ihrer drei Treffer erzielt.

Der Traumstart der SG 09 Kirchhof ist perfekt. Und am glücklichsten schien der Trainer darüber zu sein. Der strahlte nach dem 32:28 (14:10)-Erfolg des heimischen Handball-Zweitligisten über den HC Rödertal übers ganze Gesicht. Und hatte für seine junge Garde ein Kompliment der besonderen Art parat. „Ich bin super stolz auf meine Mannschaft, dass sie in dieser Konstellation den Auftakterfolg in Bremen bestätigt und gegen zwei so starke Gegner 4:0-Punkte geholt hat“, sagte der sonst eher zurückhaltende Gernot Weiss.

Melsungen - Sein Kollege Carsten Schneider dagegen war bedient. Von 18 technischen Fehlern seiner Schützlinge, „mit denen du auswärts nichts holen kannst.“ Dass diese von einer aggressiven und in der Anfangsphase fast perfekt funktionierenden Gastgeber-Abwehr provoziert wurden, sagte der Rödertaler Coach nicht.

„Wir haben das gegnerische Aufbauspiel früh unterbrochen“, erklärte SG-Kreisläuferin Jana Schaffrick, warum die sonst so gefährliche (weil überaus große) Jasmin Eckart am Kreis nicht ur Geltung kam. Was auch für den HCR-Rückraum galt. Und über außen war die erneut starke Torfrau Zuzic kaum zu bezwingen.

Allerdings: Die vielen Ballgewinne zu veredeln, schaffte die SG zunächst nicht, ließ viele Chancen liegen oder scheiterte an der in der ersten Hälfte überragenden Torfrau Ann Rammer. Das erlaubte dem Gast trotz erheblicher Startschwierigkeiten ins Spiel zu finden. Und dran zu bleiben. Auch weil Rabea Pollakowski spät, aber effektvoll die Sache in die Hand nahm und besonders der zweiten HCR-Welle Druck verlieh. Zudem hatte die Abwehr der Sachsen mittlerweile Klara Schlegel, die zu Beginn der Partie nahtlos an ihren Bremer Lauf anknüpfte, herausgenommen, worauf sich Kirchhofs Positionsangriff erst noch einstellen musste.

Greta Kavaliauskaite inspiriert

Da kam die Pause gerade recht. Laut Greta Kavaliauskaite „genau für die Inspiration, die uns fehlte.“ Und die die flexible Rückraumspielerin nach dem Wechsel auftauen ließ. Zusammen mit der überragenden Diana Sabljak beackerte sie den Raum, der durch Schlegels Sonderbehandlung frei wurde. Beide zusammen erhöhten bis ur 35. Minute auf 18:11. „So stell‘ ich mir das vor“, strahlte der SG-Coach zum ersten Mal.

Natürlich gab sich der ehemalige Erstligist noch nicht geschlagen, brachte sogar die angeschlagene Spielmacherin Pavlina Novotna und verkürzte auf 23:19 (44.). Dann aber nutzten die Weiss-Schützlinge eine doppelte Überzahl, um auf 26:19 (47.) davon zu ziehen. Zur Krönung hielt Nela Zuzic noch einen Siebenmeter der sonst so sicheren Pollakowski.

Die Vorentscheidung. Wofür auch Rödertals Rückkehr zur 6:0-Deckung sprach. So durfte in der Schlussphase die eingewechselte Ida Evjen ihre Wurfkraft aufblitzen lassen. Auch weil ihre Kolleginnen im Rückraum zuvor ganze Arbeit geleistet hatten.

Die SG-Tore warfen Özcelik (1), Schaffrick (5), Hufschmidt (1), Evjen (2), van der Linden (1), Sabljak (13/2), Beugels (2), Kamp (1), Kavaliauskaite (3), Schlegel (3).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.