Verbandsligist trotzt der Krise kreativ

Was ist da denn los? FC Körle sucht das Super-Talent

Probetraining beim FC Körle
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So sieht es aus: Die Fußballer des FC Körle hoffen auf Zuwachs beim Probetraining am Samstag in der Schwarzwald-Kampfbahn.

Trainer und Vorstände sind derzeit besonders gefordert. Spielerbeobachtungen in 2020? Schlichtweg unmöglich. Da haben sich die Fußballer des Verbandsligisten FC Körle etwas einfallen lassen.

  • Fußball-Verbandsligist FC Körle trotzt der Krise kreativ und veranstaltet ein Probetraining
  • Fundament für die neue Saison steht
  • Routinier Marcel Riemann beendet Karriere und Christian Dobler-Eggers geht nach Gudensberg

Und veranstalten am Samstag ab 11 Uhr ein Probetraining. Was ist da denn los? „Viele denken bei dieser Form des Scoutings vielleicht an American Football oder Jugend-Mannschaften. Wenn wir so aber noch ein, zwei gute Jungs dazu bekommen könnten, wären wir glücklich“, betont FC-Coach Eugen Wagner. Der langjährige Hessenliga-Spieler ermutigt vor allem A-Junioren, den Schnupperkurs in der Schwarzwald-Kampfbahn anzunehmen.

Ein Beispiel können sich die anvisierten Talente an Mustafa Özata nehmen. Der wagte 2019 aus der A-Jugend-Gruppenliga als 17-Jähriger den Schritt vom JFV Söhre nach Körle. Mit zwei Toren aus 15 Spielen war er der Senkrechtstarter in der Hinrunde. Dann ereilte ihn beim Hallenturnier in Melsungen ein Kreuzbandriss. Zumindest Spiele verpasst er in der unfreiwilligen Pause nicht – und kann kommende Serie voll angreifen.

Um den starken Torhüter Mario Umbach, Wandervogel Christian Hesse in der Abwehr, Kapitän Luis Taube im Mittelfeld und die Angreifer Thomas Melnarowicz, Dennis Alberding, Nils Schöneberg sowie eben Özata steht bereits ein Fundament für die kommenden Aufgaben. Doch Eugen Wagner möchte den Konkurrenzkampf anheizen und kann in jedem Bereich frische Kräfte gebrauchen. „Wer sich die Verbandsliga zutraut, soll kommen. Nächste Saison wollen wir die Liga sportlich halten“, betont der Coach selbstbewusst.

Am Samstag herrscht Klarheit

Und geht davon aus, dass pünktlich dazu am Samstag Klarheit herrscht. Also, dass der Hessische Fußball-Verband die Saison beim virtuellen Verbandstag wie empfohlen beendet. Mit Aufsteigern, aber eben ohne Absteiger. So dass Körle eine zweite Chance erhält, sich als Sechstligist zu beweisen.

Nicht mehr an Bord ist dann allerdings Marcel Riemann. Das FC-Urgestein, das am Samstag 36 Jahre alt wird, beendet seine Karriere. Das hatte er schon 2019 vor, doch jetzt hängt er die Schuhe definitiv an den Nagel. Zudem zieht es Abwehrmann Kai Lenz zum Melsunger FV. Christian Dobler-Eggers zur FSG Gudensberg. Auch Paul Rumpel ist umworben.

Deswegen dürfen sich besonders talentierte Defensivkünstler beim Probetraining gute Chancen auf eine Verpflichtung ausrechnen. Wichtig nur: Wer Interesse hat, möge vorab eine E-Mail an info@fc-koerle69.de schreiben. Dank der neuen Lockerungen sind am Samstag sogar lockere Spielchen mit zehn Mann möglich. Anschließend wollen die Körler die aktuelle Serie mit Fußball-Tennis gesellig, aber auf Abstand beenden. Und hoffen bis zur Wechselfrist am 30. Juni auf Zuwachs.

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