Besses Super-Serie gerissen

Korell, Kreta, Campeones: TSV Wabern erstmals seit 2008 wieder Pokalsieger

„Campeones, campeones, olé olé olé“: Der TSV Wabern feiert sich als neuer Kreispokal-Sieger mit (oben von links) Trainer Mario Völker, Spielertrainer Patrick Herpe, Sebastian Löcke, Fabian Hofmann, Martin Mühlberger, Marius Rohde, Jan Otto, Andreas Schluckebier, Lennart Klinge, Florian Amert, Jan Luca- Schmeer, Christoph Bergmann, Luca Wendel, Jakob Splietorp, Gavin Grünhäuser und (vorne von links) Johannes Kördel, Islam Elgaz, Lukas Martin, Maximilian Korell, Niklas Müller, Florian Korell, Dennis Neumann, Fabian Korell sowie Betreuer Jörg Schmeer.
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„Campeones, campeones, olé olé olé“: Der TSV Wabern feiert sich als neuer Kreispokal-Sieger mit (oben von links) Trainer Mario Völker, Spielertrainer Patrick Herpe, Sebastian Löcke, Fabian Hofmann, Martin Mühlberger, Marius Rohde, Jan Otto, Andreas Schluckebier, Lennart Klinge, Florian Amert, Jan Luca- Schmeer, Christoph Bergmann, Luca Wendel, Jakob Splietorp, Gavin Grünhäuser und (vorne von links) Johannes Kördel, Islam Elgaz, Lukas Martin, Maximilian Korell, Niklas Müller, Florian Korell, Dennis Neumann, Fabian Korell sowie Betreuer Jörg Schmeer.

„So sehen Sieger aus“ war ihnen wohl zu deutsch. „We are the champions“ zu englisch. Denn weil sie es beim TSV Wabern international lieben, feierten sie ihren Gewinn des Fußball-Kreispokals gegen den TSV Besse spontan mit einem lautstarken „Campeones, campeones, olé olé olé“.

Wasenberg – Spanische Siegesgesänge in Wasenberg nach dem 4:0 (2:0) gegen den TSV Besse. „Der Titel heute ist schöner“, frohlockte Spielertrainer Patrick Herpe als Stimmungseinpeitscher, nachdem er zuvor mit dem 1. FC Schwalmstadt zweimal den Pokal geholt hatte. Und Trainerkollege Mario Völker ordnete den Triumph sogleich historisch ein: „Die Lust auf diesen Erfolg war im ganzen Verein riesengroß. Seit 2008 haben wir auf diesen Tag gewartet“, frohlockte der Coach, der vor 13 Jahren als Spieler dabei war. Beim packenden 5:3 im Endspiel gegen den FC Körle, als der Trainer noch Friedhelm Janusch hieß und neben dem damaligen Verteidiger auch die beiden Florians – Amert und Korell – zum siegreichen Team zählten.

„Jetzt wisst ihr, wie geil so ein Erfolg ist“, ließ Amert seine strahlenden Kollegen wissen. Und Völker schob nach: „Jetzt hoffen wir, endlich mal wieder einen großen Namen im Hessenpokal in Wabern begrüßen zu dürfen.“ Das wäre ganz im Sinne des „jüngsten“ TSV-Akteurs. Von Torwart Islam Elgaz, der erst seit zwei Wochen Teil der Mannschaft nach seinem Wechsel vom FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz ist.

Neuer Torwart Elgaz lobt Teamgeist

Notwendig auch, weil Benedikt Saul kurzfristig eine Fußball-Pause einlegte, und die Reiherwalder einen weiteren Rückhalt brauchten. Noch haben sich die Trainer nicht auf eine Reihenfolge zwischen Elgaz, Maximilian Korell sowie Lukas Martin festgelegt. Der 1,90 m große Elgaz nimmt jedoch die „Herausforderung an“, lobt überschwänglich den überragenden Teamgeist und betont selbstbewusst: „Ich bin gekommen, um zu spielen“. Klar, nach fünf Jahren als immer stärker werdender Leistungsträger des FV sieht sich der 23-Jährige bereit, den nächsten Schritt zu gehen.

Ein Grund für dessen Optimismus spielte 2008 in der D-Jugend des TSV. Und weilte vor zehn Tagen noch im Urlaub auf Kreta. Alle zwei Tage Strandläufe als Vorbereitung auf ein Spiel des Jahres. „75 Minuten mussten heute reichen“, sagte Sebastian Löcke augenzwinkernd. Der Mittelfeldspieler avancierte in der Ransrain-Arena Wasenberg zum „Dosenöffner“, weil er einen entscheidenden Zweikampf vor dem 1:0 durch Fabian Korell gewann und nach dessen Traumtor zum 2:0 mit dem dritten Tor Waberns bereits alles klar machte: „Nach dem ersten Treffer hatten wir eine gute Kontrolle und haben nichts mehr anbrennen lassen. Das gibt uns Mut, auch in der Liga eine gute Rolle spielen zu können“, betonte der 24-Jährige.

Besse hadert und greift neu an

Mehr als „nur“ eine gute Rolle in der Liga spielen möchten die Besser. Nach einer überragenden Spielzeit in der Kreisoberliga, die sie fortsetzen und krönen wollen. „Wabern spielt da, wo wir hin wollen. Auch wenn uns im Endspiel sieben Stammspieler fehlten, nehmen wir dies nicht als Ausrede – das wirft uns nicht um“, sagte Erfolgs-Trainer Andreas Wenderoth, dessen Serie von 26 ungeschlagenen Spielen nun beendet ist. Was seine Schützlinge durchaus anficht. „Wabern war konsequenter. Das 2:0 hätte so nicht fallen dürfen, sonst hätte unser Matchplan auch aufgehen können“, sagte Kapitän David Huy. Dem als Anspielstation unter anderem der nimmermüde Dennis Kornetzki fehlte.

Und Defensivspezialist Fabian Reitze, der sich packende Zweikämpfe mit Torjäger Korell lieferte, betonte: „Für unsere jungen Spieler ist so ein Finale Gold wert.“ Und meint damit nicht nur den erst 19-jährigen Abwehr-Kollegen Paul Kuntze.

Um jedoch nicht zu verhehlen: „Diese Niederlage wird mich bis zum nächsten Wochenende nerven.“ Bis zum nächsten großen Spiel für Routinier Reitze und Besse also: In der neuen Pokalrunde gegen den großen Nachbarn SC Edermünde. Auch Waberns kommender Gegner hat es in sich: Liga-Rivale TSV Mengsberg wartet auf heimischem Gelände. Mit spanischen Gesängen allein wird es am Engelhain sicher nicht zum Weiterkommen für den Titelverteidiger reichen. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

TSV Besse - TSV Wabern 0:4 (0:2).

Besse: Schramm - Reitze, Kuntze, Fischer - Pfeil, Huy, Lengemann (86. Globisch), Ziegler (89. Scherb) - Sesay, Pape - Bawuah.

Wabern: Islami - Kördel, Amert, Wendel, Bergmann - Schluckebier - Mühlenberger (61. Neumann), Löcke (74. Müller), Rohde, Fabi. Korell (66. Hofmann) - Herpe.

SR: Bauer (Obermelsungen).

Z: 200 (in Wasenberg).

Tore: 0:1 Fabian Korell (25.), 0:2 Fabian Korell (41.), 0:3 Löcke (61.), 0:4 Müller (80.).

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