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Langhans muss improvisieren: Großenenglis ersatzgeschwächt ins Derby beim KSV Hessen Kassel

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Von: Sebastian Schmidt

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Dirk Langhans, Trainer TuS Viktoria Großenenglis
Dirk Langhans, Trainer TuS Viktoria Großenenglis © Pressebilder Hahn

Es ist der Vergleich zweier Dauerrivalen. Der Kampf um die Nummer zwei im nordhessischen Frauenfußball. Und ein Derby, in dem es zum Wiedersehen mit dem Ex-Coach kommt. Der TuS Viktoria Großenenglis ist in der Hessenliga beim KSV Hessen Kassel zu Gast (Sa. 17 Uhr, Kunstrasen).

Kassel – Dennoch hält sich der Blick auf den Gegner für Viktoria-Trainer Dirk Langhans in Grenzen. Denn er muss mit Laura Festor, Julia Faupel, Rojin Balica und Alina Weiß auf gleich vier Urlauberinnen verzichten. Vor allem Festor und Faupel sind seit Jahren unverzichtbar, so dass Langhans seine Startelf im Vergleich zum 3:2 gegen Regionalliga-Absteiger SV Gläserzell auf zumindest zwei Positionen umstellen muss.

„Das ist die Chance für die anderen, sich zu beweisen“, erklärt der erfahrene Übungsleiter. Und gesteht speziell den jüngsten Talenten ein, „Fehler machen zu dürfen.“ Möglich also, dass die hoch veranlagte Angreiferin Marie Tielmann nach ihrem Joker-Tor zum Auftakt nun zum ersten Mal von Beginn an aufläuft. Ansonsten sind bis auf die Langzeitverletzte Luisa Winter (Knie) alle an Bord.

Bilanz spricht für Großenenglis

Verbunden mit dem Wissen, dass die Derbybilanz seit 2005 mit elf Siegen bei fünf Niederlagen und drei Remis klar zugunsten der Viktoria spricht. Allerdings gewann Kassel das letzte Pflichtspiel im November 2021 durch ein Tor von Emma Becker mit 1:0 im Hessenpokal. Dies war das letzte Spiel für Alessandro Wiegand als Trainer von Großenenglis, nachdem er das Team als größter Vereinserfolg zum souveränen Staffelsieg geführt hatte. Inzwischen ist der 26-Jährige in Kassel tätig und möchte den verjüngten KSV um die erfahrenen Kräfte Lisa Lattermann und Fabienne Schlieper mittelfristig in die Regionalliga führen. Ein Ziel, dass in Großenenglis nicht möglich war.

„Ich gehe davon aus, dass die Viktoria besonders motiviert sein wird. Für uns sollte es aber keine Rolle spielen“, betont Wiegand, der ein Spiel auf Augenhöhe erwartet. Eine temporeiche Partie mit schnellen Spielerinnen auf den Außen. Wiegand kann wieder auf Torjägerin Becker zurückgreifen, die beim 1:1 in Mittelbuchen verhindert war.

Fraglich ist der Einsatz von Stammtorhüterin Marigona Zani, die wegen einer Knieverletzung ausgewechselt werden musste. Da kein Ersatz zur Verfügung stand, rückte die 1,90 m große Innenverteidigerin Sophie Linke zwischen die Pfosten und machte ihre Sache gut. Nun stünde mit Hannah Wiesner eine „richtige“ Torhüterin parat, so dass es Großenenglis mit der wohl größten Verteidigerin der Liga zu bekommt. (Sebastian Schmidt)

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