Oberliga:

8:0-Lauf bringt SG 09 Kirchhof II Derbysieg beim SV Germania Fritzlar II

So sehen Derby-Siegerinnen aus: Die Kirchhoferinnen (v.l.) Agustina Loro Jaén, Johanna Grunwald, Amelie Seifert, Sophie Kliebisch, Katharina Koltschenko, Alma Loro Jaén und Marie Herwig.
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So sehen Derby-Siegerinnen aus: Die Kirchhoferinnen (v.l.) Agustina Loro Jaén, Johanna Grunwald, Amelie Seifert, Sophie Kliebisch, Katharina Koltschenko, Alma Loro Jaén und Marie Herwig.

Die SG 09 Kirchhof hat’s drauf. Kann Derbys gewinnen und das durchaus souverän. Nach dem Nachbarschaftsduell in der 3. Liga gewannen die Löwinnen auch den Vergleich der zweiten Mannschaften in der Handball-Oberliga.

Fritzlar – Durch das 21:14 (11:5) beim SV Germania Fritzlar II führt die SG 09 Kirchhof II die Tabelle nach zwei Siegen punktgleich mit der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen an. „Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen“, lobte SG-Coach Martin Denk sein Team. Vor allem von der Abwehrleistung zeigte er sich angetan. Da harmonierten Katharina Koltschenko und Agustina Loro Jaén im Mittelblock, verteidigten auf Halb Marie Sauerwald und Marie Herwig souverän. Derart konsequent, dass Fritzlar 17 Minuten lang kein Treffer gelingen wollte. Mehr noch. Nach dem 3:2 durch Lena Alter (8.) warfen die Gastgeberinnen in dieser Phase nur dreimal aufs Tor, ehe Laura Stockschläder den 8:0-Lauf Kirchhofs mit ihrem Treffer zum 4:10 stoppte (25.). Insbesondere Koltschenko war bis dahin nicht zu halten. Und erarbeitete sich ihre Tore durch geschickte Balleroberungen selbst.

„Danach haben wir etwas nachgelassen, ohne Angst haben zu müssen, dass wir nicht gewinnen“, betonte Denk. Fritzlar hatte zunächst wenig zu lachen. Dafür bewiesen die Domstädterinnen Humor. Weil nämlich Merle Bücker beinahe im weißen T-Shirt auf die Platte gelaufen wäre – ehe sie sich ihr Trikot doch noch schnell aus der Kabine zauberte.

Trainerin Bachmann speziell mit Abwehr zufrieden

Zunehmend ernster meinte es Fritzlar indes in der Deckung. Da wussten Sarah Oschmann und Theresa Mittelblock zu gefallen. Auch die 18-jährige Torfrau Lisa Clobes parierte mehrfach glänzend und hielt sogar einen Siebenmeter von der überragenden Alma Loro Jaén. „Das war eine richtig, richtig gute Abwehrleistung. Wir haben uns ordentlich gewehrt“, lobte SVG-Trainerin Susanne Bachmann, um nicht zu verhehlen, dass sie die Ideen von Hannah Grothnes schmerzlich vermisste, die gegen ihren Ex-Verein kurzfristig wegen Fiebers passen musste.

Die Gastgeberinnen konnten nach dem 6:13 (34., Herwig) immerhin dank der Wurfkraft Oschmanns noch auf 10:14 verkürzen (39.). Mehr war jedoch nicht drin. Denn Kirchhofs Torfrau Lisa-Marie Rehbein, die vor allem beim 8:13 durch Lena Alter aus spitzem Winkel keine gute Figur machte, steigerte sich erheblich. Besonders, als sie beim Gegenstoß gegen Alter zur Stelle war (43.). Auch ihre Mitspielerinnen blieben stabil und hatten noch einen Grund zu feiern: Den Schlusspunkt zum 21:14 setzte nämlich Jugendspielerin Amelie Seifert mit ihrem ersten Tor im Frauenbereich. (Sebastian Schmidt)

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